01.11.2023

✔  Erklärung: Eine Anlagestrategie ist ein Plan über die Vorgehensweise bei der Anlage von Geld, um dieses möglichst gewinnbringend zu investieren.

✔ Diversifikation: Um das Risiko von angelegtem Vermögen abzumildern, wird im Rahmen der Anlagestrategie auf eine breite Streuung des Portfolios geachtet.

✔ Anlagestrategie: Je nach individuellen Zielen können sich Anleger für eine Anlagestrategie in passive oder aktive Anlageklassen entscheiden.

Was ist unter einer Anlagestrategie zu verstehen?

Eine Anlagestrategie ist ein umfassender Plan, mit dem Sparer über die Anlage ihres Geldes entscheiden. Ziel ist es, Geld so zu investieren, dass Gewinne erzielt werden und Anleger effizient Vermögen aufbauen können. Die Strategie für die Investitionen wird in Abhängigkeit von der aktuellen Lebenssituation und der allgemeinen Zukunftsplanung entwickelt. Weitere Faktoren für die Wahl der passenden Strategie sind die persönliche Risikobereitschaft und der angestrebte Anlagehorizont. Welche Anlagestrategie für Anleger am besten ist, lässt sich daher nicht pauschal sagen.

Zur Umsetzung der persönlichen Anlagestrategie stehen Anlegern verschiedene Anlageklassen zur Auswahl. Die Anlageklassen, auch Assetklassen genannt, fassen Finanzprodukte zusammen, die ähnliche Eigenschaften aufweisen. Anleger können für ihre Strategie unter anderem auf folgende Anlageklassen zurückgreifen:

  • Geldmarktinstrumente wie Sparbuch, Festgeld oder Tagesgeld
  • Wertpapiere wie Aktien und Anleihen
  • Investmentfonds wie aktive Fonds und ETFs
  • Immobilien
  • Rohstoffe wie Gold, Erdöl oder Kohle

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Verschiedene Anlagestrategien im Überblick

Es gibt eine Vielzahl von Anlagestrategien, die in ihrer Vorgehensweise ähnlich sein können. Je nach Anlagetyp können sich unterschiedliche Anlagestrategien zum Vermögensaufbau eignen.

Überblick über verschiedene Anlagestrategien:

Anlagestrategien können beispielsweise durch passive Geldanlagen umgesetzt werden. Eine Möglichkeit der passiven Geldanlage sind beispielsweise ETFs. ETFs sind börsengehandelte Fonds, die die Wertentwicklung eines Index nachbilden. Dadurch, dass sie passiv gemanagt werden, sind ETFs günstiger als aktiv gemanagte Fonds, die von einem Fondsmanagement verwaltet werden.

Ein Beispiel für eine aktiv umgesetzte Anlagestrategie ist die Geldanlage in Aktien oder aktive Fonds. Häufig ist das Investment in aktive Geldanlagen teurer als in passiv gemanagte ETFs. Grund dafür ist, dass auf Anleger bei aktiven Anlageformen Kosten für das Finanzmanagement zukommen.

Buy-and-Hold-Strategie

Die Buy-and-Hold-Strategie ist eine langfristige Anlagestrategie, die über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren oder länger verfolgt wird. Hierbei werden beispielsweise Aktien eines oder mehrerer Unternehmen gekauft und jahrelang im Portfolio gehalten. Der Grundgedanke hier ist, dass es keinen richtigen Zeitpunkt gibt, um ein Wertpapier zu kaufen oder verkaufen, da kurzzeitige Kursschwankungen unvorhersehbar sind.

Für diese Anlagestrategie ist es entscheidend, das angelegte Geld möglichst langfristig in ein breit gestreutes Portfolio zu investieren, um über die Jahre hinweg Gewinne zu erzielen. Um die Rendite langfristig zu steigern, werden Gewinne sofort wieder reinvestiert.

Faktor-Investing

Faktorbasierte Investitionen sind regelbasierte Investitionen am Kapitalmarkt, die auf statischen und identifizierbaren Renditen und Risiken basieren. Dazu werden Merkmale von Unternehmen, wie Größe oder Unternehmenswert, identifiziert und im Portfolio gewichtet. Zudem werden empirische Daten, wie Aktienkurse oder Informationen zum Unternehmen, verwendet, um die verschiedenen Faktoren zu bestimmen.

Indexstrategie

Bei dieser Anlagestrategie legen Investoren – statt in einzelne Aktien – in einen Aktienindex an, wie den MSCI World oder den DAX. Diese Indizes enthalten Aktien von vielen verschiedenen Unternehmen. Zur Umsetzung dieser Anlagestrategie eignet sich beispielsweise die Geldanlage in ETFs.

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Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Alle ausführlichen Informationen können Sie unter Risikohinweise nachlesen.

Dividendenstrategie

Anstelle der Entwicklung von Aktienkursen berücksichtigen Investoren bei der Dividendenstrategie hauptsächlich die Dividenden eines Unternehmens. Dividenden sind Gewinnbeteiligungen, die an die Inhaber von Aktien ausgezahlt werden. Unternehmen, die hohe Ausschüttungen an ihre Aktionäre auszahlen können, werden bei der Dividendenstrategie als hochwertiges Asset in einem Portfolio angesehen.

Prozyklische Anlagestrategie

Bei der prozyklischen Anlagestrategie folgen Anleger aktuellen Trends. Zur Investition werden lediglich Unternehmen in Betracht gezogen, die sich aktuell positiv entwickeln.

Antizyklische Anlagestrategie

Die antizyklische Anlagestrategie ist eine spekulative Strategie, mit der insbesondere erfahrene Investoren versuchen, hohe Gewinne zu erzielen. Das grundlegende Prinzip dieser Strategie ist es, vielversprechende Aktien bei niedrigen Kursen einzukaufen und bei steigendem Kurs die Aktien mit Gewinn zu verkaufen.

Um bei dieser Anlagestrategie möglichst erfolgreich zu sein, ist ein gutes Timing und viel Geduld gefragt. Das Risiko ist dabei sehr hoch, da nicht genau gesagt werden kann, ob eine Aktie tatsächlich eine Wertsteigerung erfahren wird.

Growth-Strategie

Bei der Growth-Strategie werden Unternehmen betrachtet, die in den kommenden Jahren ein starkes positives Wachstum erwarten. Häufig werden bei dieser Anlagestrategie Aktien von jungen Firmen gekauft. Die Growth-Strategie birgt das Risiko, dass sich junge Unternehmen und Start-ups nicht immer erfolgreich am Markt durchsetzen können.

Value-Strategie

Anstatt rein auf die Prognose von möglichen Wertsteigerungen von Aktien zu vertrauen, wird bei der Value-Strategie eine sorgfältige Unternehmensanalyse herangezogen. Dazu gehören sämtliche betriebswirtschaftliche Informationen und die aktuellen Marktbedingungen. Entscheidend für diese Strategie ist ein umfassendes Wissen über den Markt.

Size-Strategie

Richten sich Investoren bei ihrer Strategie nach der Größe eines Unternehmens, dann folgen sie der Size-Strategie. Stabilität und ein dadurch gegebenenfalls geringes Risiko sind Schlüsselfaktoren dieser Strategie, weshalb bei der Size-Strategie hauptsächlich große, börsennotierte Unternehmen für Investitionen infrage kommen.

Core-Satellite-Strategie

Hauptziel dieser Anlagestrategie ist es, eine breite Diversifikation eines Portfolios zu erzielen und diese möglichst über Jahre zu halten. ETFs könnten dabei zum Beispiel den sogenannten Core, also den Kern, dieser Strategie bilden. Dieser Core steht als Hauptinvestition im Zentrum der Strategie und ist von Satelliten umgeben. Dabei handelt es sich um mehrere kleinere und risikoreichere Investitionen, die das Portfolio erweitern und hohe Renditechancen ermöglichen. Als Satelliten können beispielsweise Anlagen wie Aktien, risikoreiche Fonds beziehungsweise ETFs sowie Crowdinvesting genutzt werden. Anleger möchten dadurch einen stabilen Core aufbauen und mit den Satelliten zusätzliche Erträge durch ein höheres Renditepotenzial erwirtschaften.

Anlagestrategie für Privatanleger: Was es zu beachten gibt

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Vermögensbildung ist die gründliche Auseinandersetzung mit den Risiken einer Geldanlage. Eine gewisse Risikobereitschaft kann von Vorteil sein, um Chancen auf höhere Renditen zu nutzen. Es kann daher sinnvoll sein, sich einen Überblick über die möglichen Risiken eines Investments zu verschaffen.

Ausfallrisiko

Falls ein Unternehmen beispielsweise insolvent geht, kann es zu einem Teil- oder Totalverlust bei Anlegern kommen. In der Regel tritt dieses Risiko weniger bei Bankprodukten wie Tagesgeld oder Festgeld auf, da Sparer hier von einer EU-weiten Einlagensicherung bis 100.000 € pro Sparer und Bank profitieren. Bei Wertpapieren wie Aktien und Anleihen oder bei Fonds ist das Ausfallrisiko höher.

Liquiditätsrisiko

Für Anleger können Liquiditätsprobleme entstehen, wenn eine Anlagesumme nicht zum gewünschten Zeitpunkt umgewandelt werden kann oder nur einen Teil ihres ursprünglichen Wertes erzielt. Dieses Risiko besteht beispielsweise bei einer Immobilie, die während einer Rezession verkauft wird.

Marktpreisrisiko

Der Marktpreis einer Anlage kann entweder vorübergehend oder dauerhaft fallen. Dies kann zum Beispiel bei einer Aktie der Fall sein.

Fehlende Diversifikation

Ein bedeutender Faktor für die Geldanlage ist eine ausgewogene Anlagestrategie. Damit ist die Diversifikation des Portfolios gemeint. Ziel einer Diversifizierung ist es, das Risiko über verschiedene Geldanlagen zu streuen, um mögliche Verluste ausgleichen zu können.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um eine breite Streuung für das eigene Portfolio zu schaffen. Ein Portfoliokonzept ist das 70/30-Portfolio. Das heißt, dass das Portfolio aus etwa 70,00 % risikoreicheren Geldanlagen wie Aktien, Fonds und Anleihen besteht und die verbliebenen 30,00 % aus risikoarmen Anlagen wie Tagesgeld oder Festgeld gebildet werden.

Es gibt noch weitere Faktoren, die Privatanleger bei der Entwicklung ihrer Anlagestrategie beachten können. Dazu zählen unter anderem:

  • Vermeiden von übermäßiger Fixierung auf bekannte Indizes wie beispielsweise den MSCI World oder DAX
  • Emotionen gering halten, um Wertpapiere nicht vorschnell zu verkaufen
  • Informationen über mögliche Gebühren beim Kauf und Verkauf von Aktien, Depotkosten und Verwaltungskosten sowie Provisionen für ein Fondsmanagement sammeln

Wie finden Privatanleger die passende Anlagestrategie?

Welche Anlagestrategie bei Privatanlegern zum Erfolg führt, kann nicht pauschal beantwortet werden. Die passende Anlagestrategie ist von verschiedenen Faktoren wie den Anlagezielen oder der individuellen Risikobereitschaft abhängig.

Es ist von Vorteil, eine Anlagestrategie zu wählen, die zur eigenen Lebenssituation passt. Zur Ermittlung einer angemessenen Strategie können folgende Schritte befolgt werden:

Schritt 1: Anlageziel festlegen

Ziele, die durch den Vermögensaufbau erreicht werden sollen, könnten beispielsweise der Kauf einer eigenen Immobilie, die private Altersvorsorge, der Aufbau einer finanziellen Reserve oder das Sparen für die Kinder sein.

Schritt 2: Anlagehorizont bestimmen

In Abhängigkeit vom Anlageziel und der gewünschten Zielsumme wird in diesem Schritt der Anlagehorizont festgelegt. Der Anlagehorizont beschreibt die Zeitspanne, in der Anleger in eine Geldanlage investieren möchten. Es wird zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Investitionen unterschieden.

Schritt 3: Passende Geldanlage finden

Ziel ist es, die richtige Anlagestrategie für die persönlichen Ziele der Geldanlage zu finden. Je nach Anlagetyp bietet es sich an, die Anlagestrategie mit passiven oder aktiven Wertpapieren umzusetzen. Zu den investierbaren Wertpapieren zählen unter anderem:

  • Aktien

Mit dem Erwerb einer Aktie erhalten Käufer Anteile an einer Kapitalgesellschaft. Ziel ist es, Aktien im Portfolio zu halten, die in ihrem Wert steigen. Diese können nach Bedarf gewinnbringend verkauft werden. Unternehmen bieten ihren Aktionären eine zusätzliche Gewinnausschüttung in Form von Dividenden.

  • Börsengehandelte Indexfonds (ETFs)

Unter einem ETF ist ein passiv gemanagter Indexfonds zu verstehen, der an der Börse gehandelt wird. Mit ETFs kann man in eine Vielzahl von Wertpapieren wie Aktien und Anleihen investieren. ETFs bilden die Wertentwicklung eines Referenzindex nach und versuchen – im Gegensatz zu aktiven Fonds – nicht den Markt zu übertreffen.

  • Anleihen

Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere. Käufer investieren eine bestimmte Summe, die sie am Ende der Laufzeit plus Rendite zurückerhalten. Häufig werden Anleihen als Sicherheitsbaustein im Portfolio genutzt.

Schritt 4: Anbieter auswählen und Geld anlegen

In Bezug auf Angebot, Kosten und Konditionen, ist es von Vorteil, einen passenden Anbieter zu wählen. Bei ZINSPILOT und unserem Partner WeltSparen können Anleger beispielsweise in wenigen Schritten ein Konto eröffnen und so von attraktiven Renditechancen profitieren.

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