Einlagensicherung – Sicherheit für Ihre Tages- und Festgeldeinlagen

Die Einlagensicherung in Europa

Die europäische Einlagensicherung schützt Geldanlagen wie Tagesgeld- und Festgeld bis zu einem Gegenwert von 100.000 Euro inklusive Zinserträge je Anleger und Bank. Basis hierfür sind die Richtlinien 2009/14/EG und 2014/49/EU, die für alle Mitgliedstaaten der EU verpflichtend sind.

Innerhalb der EU einheitliche Regeln

Die Europäische Union hat einheitliche Regeln etabliert, damit Spareinlagen bis 100.000 Euro durch die EU-weit harmonisierte Einlagensicherung gesetzlich geschützt sind. Jeder EU-Mitgliedsstaat ist verpflichtet, ein nationales Einlagensicherungssystem einzurichten. Die Einlagensicherung ist ein in Recht verankertes Bekenntnis zum EU-weiten Schutz der Sparer und zur Wahrung der Stabilität innerhalb der Europäischen Union.  

EU sieht künftig Auszahlungsfrist von 7 Tagen vor

Die EU möchte allen Anlegern einen hohen einheitlichen Standard bieten. Im Falle einer möglichen Banken-Insolvenz beträgt die gesetzliche Auszahlungsfrist zurzeit 20 Arbeitstage. Gemeint ist die Dauer zwischen der Feststellung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden, dass das Kreditinstitut nicht in der Lage ist mögliche Einlagen an die Anleger zurückzuzahlen und der Auszahlung durch das jeweilige nationale Einlagensicherungssystem. Seit Jahren werden die EU-Richtlinien weiterentwickelt, um den Schutz der Anleger in der Europäischen Union zu verbessern. Daher strebt die EU weitere Verbesserungen an und plant bis 2024 unter anderem die Verkürzung der Wartezeit auf 7 Tage.  

So funktioniert die Einlagensicherung in Deutschland

Die Höhe der gesetzlichen Einlagensicherung in Deutschland beträgt 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Abhängig von der Bank und dem Eigenkapital des Finanzinstituts können die Beträge darüber hinaus geschützt sein. Die Einlagensicherung in Deutschland ist durch verschiedene Entschädigungseinrichtungen geregelt.  

Gesetzliche Einlagensicherung für private Banken 

Im Falle einer Bankeninsolvenz sorgt die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) dafür, dass Betroffene ihr Geld zurückerstattet bekommen. Die EdB ist für Privatbanken zuständig und schützt im Rahmen des gesetzlichen Anlegerentschädigungs- (EAEG) und Einlagensicherungsgesetzes (EinSiG) Anlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Über die gesetzliche Einlagensicherung werden Anlagen auf dem Girokonto, Sparbuch sowie Festgeld und Tagesgeld geschützt. Der Anspruch auf Entschädigung entsteht ab der Feststellung der Zahlungsunfähigkeit durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bis zur Rückzahlung der Verbindlichkeiten, längstens jedoch bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens der Bank. 

Gesetzliche Einlagensicherung für öffentliche Banken (VÖB) 

Für öffentliche Banken ist der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) zuständig. Er schützt entschädigungsfähige Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro und vertritt 61 Mitgliedsinstitute, darunter Landesbanken sowie die bundes- und ländereigenen Förderbanken. Für die gesetzliche Einlagensicherung in öffentlich-rechtlicher Rechtsform ist die Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands GmbH (EdÖ) zuständig. 

Freiwillige Einlagensicherungssysteme: Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken GmbH 

Neben der gesetzlichen Einlagensicherung gibt es auch noch den Einlagensicherungsfonds, welcher Einlagen über die gesetzliche Summe hinaus schützt. Dazu zählen alle „Nichtbankeinlagen“, wie beispielsweise das Guthaben von Privatpersonen, Versicherungen, öffentlichen Stellen und Kapitalgesellschaften. Die Sicherungsgrenze entspricht derzeit 20% des maßgeblich haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank. Das Mindesteigenkapital, das eine Bank aufweisen muss, liegt bei fünf Millionen Euro. In diesem Fall läge die Sicherungsgrenze also bei einer Million Euro. Wenn Ihre Einlagen nicht über der Grenze liegen, sind sie vollständig geschützt. Auch unsere Partnerbank die CreditPlus Bank, ist freiwilliges Mitglied beim Bundesverband deutscher Banken e.V. Die aktuelle Sicherungsgrenze der Bank beträgt derweil 47,63 Millionen Euro pro Anleger. 

Freiwillige Einlagensicherungssysteme: Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands e.V. (VÖB) 

Der Einlagensicherungsfonds der VÖB schützt Nichtbankeinlagen, die über den gesetzlich garantierten Entschädigungsanspruch in Höhe von 100.000 Euro hinausgehen. Der Einlagenschutz erstreckt sich auf Einlagen von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und Kommunen. Geschützt sind dabei u.a. Sparguthaben, Sichteinlagen, Termingelder, auf den Namen lautende Schuldverschreibungen und Schuldscheine sowie Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften. Leistungen des Einlagensicherungsfonds e.V. erfolgen auf freiwilliger Basis nach der Leistungsfähigkeit des Fonds. 

Freiwillige Institutssicherung 

✔ Sparkassen, Landesbanken, Landesbausparkassen und die Deka Bank gehören dem Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe im Deutschen Sparkassen- und Giroverband an. 
✔ Genossenschaftsbanken sind in der Sicherungseinrichtung des Bundes Verbands der Volks- und Raiffeisenbanken organisiert 

Durch die freiwillige Institutssicherung stehen die Mitglieder gegenseitig füreinander ein. Gerät also beispielsweise eine Sparkasse einmal in Schieflage, müssen andere Sparkassen einspringen. Mithilfe von diesem Prinzip verfolgen die Sparkassen und Genossenschaftsbanken das Ziel, Insolvenzen vorzubeugen. 

Mit ZINSPILOT sicher EU-weit Geld anlegen

Tages- und Festgeldanlagen sollen sichere Anlageformen sein. ZINSPILOT legt deshalb großen Wert darauf, transparent über den Schutz der Einlagen zu informieren. Alle bei ZINSPILOT gelisteten Anlageangebote unterliegen der EU-weit harmonisierten Einlagensicherung. Es gilt die Einlagensicherung der jeweiligen Anlagebank. Bei jedem Anlageangebot wird ein Link zum Informationsbogen für Einleger der jeweiligen Anlagebank angeboten. Zusätzlich veröffentlicht ZINSPILOT zur Orientierung Länderratings des EU-Landes, dessen gesetzliche Einlagensicherung für das Anlageangebot gilt. Anleger können auf die Selbstverpflichtung von ZINSPILOT vertrauen: Wir listen nur Angebote von Banken, deren Länderrating von Banken mit "Investment Grade" eingestuft wird.

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