Was ist eine Nichtveranlagungs­bescheinigung?

Viele Steuerzahler entrichten unnötig viele Abgaben an das Finanzamt und müssen diese dann im Rahmen der Steuererklärung zurückfordern. Dabei können sich einige Steuerzahler unter bestimmten Voraussetzungen zumindest von der Einkommenssteuer freistellen lassen. Das ist mit der sogenannten Nichtveranlagungs­bescheinigung (NV-Bescheinigung) möglich.

Was bedeutet der Begriff Nichtveranlagungs­bescheinigung?

Bei einer NV-Bescheinigung handelt es sich um ein Dokument, mit dem das Finanzamt bestätigt, dass der Antragsteller keine Einkommensteuer abführen und keine jährliche Einkommensteuerklärung abgeben muss. So können sich Steuerzahler, deren Gehalt bzw. Lohn zuzüglich der Kapitalerträge unterhalb des Grundfreibetrags liegen, von der deutschen Besteuerung befreien lassen. Dieser Grundfreibetrag liegt für das Jahr 2021 bei 9.744 EUR pro Einzelperson sowie bei 19.488 Euro pro Ehepaar und eingetragener Lebenspartnerschaft.

Gehalt/Lohn + Kapitalerträge < Grundfreibetrag = NV-Bescheinigung

Wer hat Anspruch auf eine Nichtveranlagungsbescheinigung?

Grundlegend kann jede Person eine Nichtveranlagungs­bescheinigung beantragen, deren Einkünfte unterhalb des jährlichen Grundfreibetrags liegen. Dabei lohnt sie sich vor allem für Kapitalanleger, die ansonsten kein weiteres oder lediglich ein niedriges zu versteuerndes Einkommen haben. Hierzu zählen meist Studenten, Rentner und Geringverdiener. Auch für Minderjährige, für die eine Bescheinigung durch einen Erziehungsberechtigten angefordert werden muss, kann eine NV-Bescheinigung sinnvoll sein.

Wie stelle ich einen Antrag für die Nichtveranlagungsbescheinigung?

Für eine Nichtveranlagungs­bescheinigung wird zunächst ein „Antrag auf Ausstellung einer Nichtveranlagungs­bescheinigung“ beim zuständigen Finanzamt gestellt. Das Formular erhalten Sie vor Ort oder Sie laden es online auf der Seite des Bundesfinanzministeriums herunter.

Nachdem der Antrag dem zuständigen Finanzamt ausgefüllt vorliegt, werden alle Informationen auf ihre Vollständigkeit geprüft. Zudem wird festgestellt, ob die Voraussetzungen für die Nichtveranlagungs­bescheinigung gegeben sind. Hierbei darf unter anderem das Einkommen zuzüglich der Kapitalerträge den Grundfreibetrag nicht übersteigen.

Wurde der Antrag genehmigt, senden Sie die Bescheinigung im Original an Ihre Bank. Bei ZINSPILOT ist das unsere Servicebank die Sutor Bank. Senden Sie Ihre Nichtveranlagungsbescheinigung einfach per Post an folgende Adresse:

Max Heinr. Sutor oHG
Postfach 11 33 37
20433 Hamburg

Alternativ haben Sie die Möglichkeit, die Bescheinigung per Fax: 040 80 80 13 19 oder per E-Mail an [email protected] zu schicken.

Wie lange ist eine Nichtveranlagungs­bescheinigung gültig?

Die NV-Bescheinigung gilt maximal für einen Zeitraum von drei Jahren bis zum Jahresende des dritten Jahres und wird unter dem Vorbehalt des Widerrufs ausgestellt. Nach Ablauf der Frist muss die Nichtveranlagungs­bescheinigung neu beantragt werden, insofern das zu versteuernde Einkommen auch weiterhin den Grundfreibetrag nicht übersteigt.

Sollten jedoch bereits vor Ablauf des Gültigkeitszeitraums die Voraussetzungen für die Bescheinigung nicht mehr gegeben sein, kann das Finanzamt die Bescheinigung auch vorzeitig zurückfordern. Steuerzahler sind dann dazu verpflichtet, die Bescheinigung umgehend zurückzugeben. Das gilt auch für den Fall, wenn Steuerzahler absehen können, dass die Voraussetzungen für die Bescheinigung bis Jahresende nicht mehr erfüllt werden können.

Kann die Bescheinigungen für mehrere Kreditinstitute beantragt werden?

Für den Fall, dass Kapitalerträge bei mehreren Banken erzielt werden, müssen Sparer üblicherweise pro Bank einen Antrag anfordern. Eine Ausnahme besteht jedoch bei Nutzung unserer Zinsplattform. Bei ZINSPILOT benötigen Sparer lediglich eine Nichtveranlagungsbescheinigung für alle Kapitalerträge, die sie bei den europäischen Anlagebanken erzielen.

 

Hinweis: Alle Angaben können sich durch Änderung in der Besteuerung ändern. Die Angaben basieren auf dem aktuellen Informationsstand. Sie sind unverbindlich und stellen keine steuerliche Beratung dar. Grundsätzlich richtet sich die Besteuerung nach den persönlichen Verhältnissen des Anlegers. Zur individuellen Klärung steuerrechtlicher Fragen empfehlen wir die Hinzuziehung eines Steuerberaters oder einer anderen gemäß §2 StBerG befähigten Person. 

Jetzt Ihr ZINSPILOT-Konto eröffnen!

Artikel teilen:

Jetzt für den ZINSPILOT-Newsletter anmelden
und keinen Top-Zins mehr verpassen!