Steueränderungen 2021 - wo Sie in diesem Jahr mehr Geld sparen

Wie in jedem Jahr kommen auch mit diesem Jahreswechsel einige neue Regelungen auf Steuerzahler zu. Während sie in der Vergangenheit jedoch häufig mit höheren Beiträgen verbunden waren, können sich Sparer in diesem Jahr freuen: 2021 wirkt sich die Mehrzahl der Änderungen für viele Steuerzahler deutlich günstiger für den Geldbeutel aus.

In diesem Artikel haben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Steueränderungen zusammengestellt:

Erhöhung des Grundfreibetrags

Zur Gewährleistung des Existenzminimums wurde von der Bundesregierung eine erneute Erhöhung des Grundfreibetrags beschlossen, wodurch alle Steuerzahler bares Geld sparen. In diesem Jahr steigt der Betrag um 336 Euro an. Der Anteil des Einkommens, auf den keine Steuern gezahlt werden müssen, liegt damit bei 9.744 Euro pro Einzelperson und bei 19.488 Euro pro Ehepaar.

Auch für das nächste Jahr gibt es gute Neuigkeiten, denn bereits heute wurde eine weitere Anhebung des Grundfreibetrags vorgesehen. Geplant ist bislang ein Anstieg in Höhe von 240 Euro auf 9.984 Euro.

Abschaffung des Solidaritätszuschlags

Seit Anfang dieses Jahres entfällt der Solidaritätszuschlag für rund 90 Prozent der Steuerzahler in Deutschland. Um Menschen mit niedrigem sowie mittlerem Einkommen zu entlasten, ist die Freigrenze von bislang 972 Euro pro Einzelperson und von 1.944 Euro pro Ehepaar erhöht worden. Zukünftig ist also der Solidaritätszuschlag für Steuerzahler, deren Lohn- und Einkommenssteuer unter 16.956 Euro bzw. 33.912 Euro liegt abgeschafft.

Wichtig: Bei Kapitalerträgen wird der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent weiterhin zusätzlich zur Abgeltungsteuer erhoben, sofern diese abgeführt wird.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Artikel “Steuern sparen dank Abschaffung des Solidaritätszuschlags”.

Einführung der Homeoffice-Pauschale

Als Folge der Corona-Pandemie waren viele Menschen dazu angehalten, ihre Arbeit in die eigenen vier Wände zu verlegen. Durch diese Umstellung entstanden für zahlreiche Verbraucher beispielsweise höhere Strom- und Heizkosten. Zudem mussten einige zugunsten eines Arbeitsplatzes auf einen Teil ihres Wohnraumes verzichten. Aus diesen und weiteren Gründen wurden vom Gesetzgeber steuerliche Einsparungen in Form einer Homeoffice-Pauschale für die Jahre 2020 und 2021 vorgesehen.

Pro Tag, der ausschließlich im Homeoffice verbracht wurde, können Steuerzahler einen Betrag von 5,00 Euro geltend machen. Maximal gilt diese Regelung für 120 Tage im Jahr. Dementsprechend können bis zu 600 Euro eingespart werden. Wichtig ist hierbei jedoch, dass die Homeoffice-Pauschale mit in die Werbungskostenpauschale einberechnet und nicht zusätzlich gewährt wird. Daher wird die Homeoffice-Pauschale erst wirksam, wenn die Werbungskosten den Pauschbetrag von 1.000 Euro übersteigen.

Erhöhung der Pendlerpauschale

Arbeitnehmer, die einen weiten Weg zur Arbeit zurücklegen müssen, können ab sofort mehr Geld sparen. Denn seit erstem Januar gilt die neu gestaffelte Pendlerpauschale.

Im Rahmen des Klimapakets hat die Bundesregierung beschlossen, dass die Pendlerpauschale ab dem 21. Kilometer angehoben wird. Vom ersten Januar 2021 bis 31. Dezember 2023 gilt eine Erhöhung von 0,05 Cent auf 0,35 Euro und vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2026 eine weitere Erhöhung auf 0,38 Euro. Dieser Anstieg soll vor allem Menschen aus ländlichen Gebieten zugutekommen.

Änderungen beim Eltern- und Kindergeld

Für Familien gibt es gute Nachrichten – das Kindergeld sowie der Kinderfreibetrag wurden erhöht und eine neue Elterngeldreform verabschiedet:

Kindergeld und Kinderfreibetrag

Seit dem ersten Januar erhalten Familien pro Kind 15 Euro mehr als noch im Vorjahr. Die Höhe des Kindergeldes beträgt somit zukünftig für das erste und zweite Kind 219 Euro, für das dritte Kind 225 Euro und ab dem vierten Kind 250 Euro pro Monat. In direktem Zusammenhang steht der Kinderfreibetrag. Dieser steigt von 2.586 Euro auf 2.730 Euro pro Elternteil.

Elterngeldreform

Der neue Kabinettsbeschluss soll Eltern die Möglichkeit bieten, Beruf und Familie jetzt noch flexibler organisieren zu können. Demnach bekommen Eltern, deren Kind mindestens sechs Wochen früher als geplant zur Welt kam, einen Monat länger Elterngeld. Zudem sollen Mütter und Väter, die während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten möchten, zukünftig 32 statt 30 Stunden pro Woche tätig sein dürfen.

Einführung der Grundrente

Rund 1,3 Millionen Rentner/-innen haben seit Anfang des Jahres Anspruch auf die neue Grundrente. Diese sieht vor, dass Menschen, die mindestens 33 Jahre gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt und dabei unterdurchschnittlich verdient haben, pro Monat eine Grundrente von bis zu 418 Euro erhalten.

Ersparnisse in Tagesgeld oder Festgeld anlegen

Dank dieser Entlastungen können Steuerzahler 2021 mehr Geld sparen. Anstatt es jedoch auf einem unverzinsten Girokonto zu parken, empfiehlt sich ein Blick auf die lukrativen Anlageprodukte von ZINSPILOT. Dort können Sparer, die ihr Geld sicher anlegen möchten, von attraktiven Tagesgeldanlagen und Festgeldanlagen europäischer Banken profitieren.

Hinweis: Alle Angaben können sich durch Änderung in der Besteuerung ändern. Die Angaben basieren auf dem aktuellen Informationsstand. Sie sind unverbindlich und stellen keine steuerliche Beratung dar. Grundsätzlich richtet sich die Besteuerung nach den persönlichen Verhältnissen. Zur individuellen Klärung steuerrechtlicher Fragen empfehlen wir die Hinzuziehung eines Steuerberaters oder einer anderen gemäß §2 StBerG befähigten Person.

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