So vermeiden Sie Quellensteuern auf Zinserträge

Bei ZINSPILOT erhalten Sparer bei europäischen Partnerbanken in der Regel deutlich höhere Zinsen, als sie hierzulande zu finden sind. Aufgrund der breiten Auswahl von Banken aus verschiedenen EU-Staaten, ist bei einigen Ländern zu beachten, dass dort Quellensteuern auf Zinserträge von Tagesgeld- und Festgeldanlagen erhoben werden. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die Regelungen in den jeweiligen Ländern und die Voraussetzungen, um Quellensteuern zu sparen.

Was ist eine Quellensteuer?

Als Quellensteuer werden alle Steuern auf Kapitalerträge bezeichnet, die direkt an der Quelle (Land der Auszahlung) erhoben werden, bei denen die Erträge wie Zinsen oder Dividenden erwirtschaftet wurden. Im sogenannten Quellenstaat wird die Quellensteuer an das zuständige Finanzamt abgeführt.

Wer muss die Quellensteuer entrichten?

Jede natürliche oder juristische Person, die Kapitalerträge aus Zinsen oder Dividenden bezieht, muss eine Quellensteuer entrichten, insofern im Quellenland diese Steuer erhoben wird. Zudem gibt es in Deutschland Steuern auf Kapitalerträge. Um eine solche Doppelbesteuerung zu vermeiden, haben viele Länder miteinander Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) geschlossen.

Wie kann die Quellensteuer reduziert werden?

Personen, die in Deutschland steuerpflichtig sind, zahlen in der Regel 25 Prozent Abgeltungssteuer, 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer auf Ihre Kapitalerträge. Zusätzlich kann bei einer Geldanlage im Ausland (Quellenstaat) unter Umständen eine Quellensteuer anfallen. Das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) ermöglicht es allerdings, dass die Quellensteuer deutlich minimiert, nicht selten sogar auf 0 Prozent gesenkt werden kann.

In einem solchen DBA ist geregelt, dass dieselben Einkünfte nicht in mehreren Ländern besteuert werden. Auf diese Weise soll eine wiederholte Steuerzahlung vermieden werden. Das Abkommen gilt unter anderem für deutsche Staatsbürger, die beispielsweise in Ländern wie Portugal oder Kroatien ein steuerpflichtiges Einkommen erzielen. Darüber hinaus gibt es einige Länder, wie Frankreich, Italien oder Estland, die keine Quellensteuer auf Zinserträge erheben.

Welche Dokumente werden für eine Reduzierung der Quellensteuer benötigt?

Für eine Reduzierung der Quellensteuer sind je nach Land verschiedene Nachweise erforderlich. Beispielsweise wird in Lettland, Österreich oder Portugal eine Ansässigkeitsbescheinigung benötigt, die Anleger durch das für sie zuständige Finanzamt erhalten. Diese Bescheinigung enthält die persönliche Steuernummer und bestätigt, dass der Anleger in Deutschland wohnhaft ist oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat und die Körperschaftssteuer entrichtet. Die Ansässigkeitsbescheinigung ist jedoch nur in Ländern gültig, mit denen Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) vereinbart hat.

In Ländern wie Belgien genügt dagegen eine steuerliche Selbstauskunft, in der personenbezogene Informationen angegeben werden. Hierfür muss keine Bestätigung des zuständigen Finanzamtes vorgelegt werden.

Warum lohnt es sich einen Freistellungsauftrag einzureichen?

Bei einem Freistellungsauftrag handelt es sich um einen Antrag, den Kunden bei ihrer Bank in Deutschland stellen, damit Zinserträge unterhalb eines gesetzten Freibetrags nicht an das zuständige Finanzamt abgeführt werden. Sie sind somit bis zu einem Freibetrag in Höhe von 801 Euro pro Steuerzahler bzw. 1.602 Euro pro Ehepaar von der deutschen Besteuerung befreit. 

Auf ZINSPILOT erhalten Kunden die Möglichkeit, ihren Freistellungsauftrag direkt bei unserer Partnerbank, der Sutor Bank, einzureichen. Durch diesen besonderen Service können Kapitalerträge von der deutschen Besteuerung befreit werden, selbst wenn sie bei mehreren Banken im In- und Ausland erzielt wurden. Ob jedoch eine etwaige Quellensteuer im Rahmen eines Doppelbesteuerungsabkommens vermieden oder auf die deutsche Kapitalertragsteuer angerechnet werden kann, entnehmen Sie bitte der nachstehenden Tabelle oder unserem Steuerinformationsbereich.

Überblick über Quellensteuern in EU-Mitgliedsstaaten

Im Falle einer auf Zinserträge von Tages- und Festgeldern anfallenden Quellensteuer besteht bei manchen ausländischen Banken die Möglichkeit, dass durch das Einreichen einer Ansässigkeitsbescheinigung, der Einbehalt von Quellensteuern verhindert bzw. die Quellensteuer reduziert werden kann. Nachstehend finden Sie einen Überblick über die Situation in verschiedenen europäischen Ländern.

EU-Land 

Quellensteuersatz 

Reduzierter Quellensteuersatz 

Zur Reduzierung notwendige Dokumente 

Belgien 

30 % 

0% 

Steuerliche Selbstauskunft 

Deutschland 

0 % 

Estland 

0 % 

Frankreich 

0 % 

Griechenland 

15% 

5% (automatisch) 

Aufgrund technischer und organisatorischer Gegebenheiten keine Unterstützung zur Reduzierung der Quellensteuer  

Großbritannien 

0 % 

Italien 

0% 

Kroatien 

12% 

0% 

Steuerliche Ansässigkeitsbescheinigung 

Lettland 

20% 

10 % 

Steuerliche Ansässigkeitsbescheinigung 

Litauen 

15% 

5% (automatisch) 

Aufgrund technischer und organisatorischer Gegebenheiten keine Unterstützung zur Reduzierung der Quellensteuer  

Malta 

0% 

Österreich 

25% 

0% 

Steuerliche Ansässigkeitsbescheinigung 

Portugal 

28% 

15% 

Steuerliche Ansässigkeitsbescheinigung 

Rumänien 

16% 

0% 

Steuerliche Ansässigkeitsbescheinigung 

Schweden 

0% 

Slowakei19%0%Steuerliche Ansässigkeitsbescheinigung 

Hier finden Sie weitere Informationen und notwendige Dokumente zur Besteuerung von Zinseinkünften der einzelnen Länder.

Hinweis: Alle Angaben können sich durch Änderung in der Besteuerung ändern. Die Angaben basieren auf dem aktuellen Informationsstand. Sie sind unverbindlich und stellen keine steuerliche Beratung dar. Grundsätzlich richtet sich die Besteuerung nach den persönlichen Verhältnissen des Anlegers. Zur individuellen Klärung steuerrechtlicher Fragen empfehlen wir die Hinzuziehung eines Steuerberaters oder einer anderen gemäß §2 StBerG befähigten Person. 

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