Nutzer von Zinsplattformen legen ihr Geld anders an

Alle Sparer verbindet das gemeinsame Ziel: Die Suche nach dem besten Zins. Dabei bieten Zinsportale in der Regel höhere Zinssätze für Tages- und Festgeld als die heimischen Hausbanken. Auch wenn es in beiden Fällen ums Geld anlegen geht, gibt es einige Unterschiede im Anlageverhalten. So handeln Nutzer mit gewöhnlichen Tages- und Festgeldkonten durchaus anders als Sparer, die ihr Geld bei Zinsplattformen anlegen. Das zeigen die Ergebnisse unserer Analyse.

Unterschiede zwischen traditionellem Sparer und Plattform-Sparer

Zinsportale wie ZINSPILOT erfreuen sich großer Beliebtheit: Dank der Ein-Konto-Lösung funktioniert die Geldanlage bei europäischen Banken kinderleicht. Die komfortable Nutzung von Zinsplattformen, Tages- oder Festgeldprodukte einer Bank zu nutzen, ohne dort jeweils ein Konto eröffnen zu müssen, spricht für sich. Denn die Anzahl von Plattform-Sparern steigt.

 

Der Auswertung zugrunde gelegt, wurde das Anlageverhalten von 80.000 Zinsplattform-Nutzern. Das Ergebnis war eindeutig: Verglichen mit den herkömmlichen Bankkunden, nutzen Kunden von Zinsplattformen häufiger Tages- und Festgeld, sobald der Aufwand für zusätzliche Kontoeröffnungen entfällt. Im Jahr 2018 haben Plattform-Nutzer ihr Geld im Schnitt in 2,3 Tages- und Festgeldangebote gleichzeitig gesteckt. Und auch die durchschnittliche Anlagesumme ist hoch: 57.402 Euro pro Kopf wurden über Zinsportale angelegt.

Dem gegenüber stehen nur 1,5 Tages- und Festgeldangebote, die deutsche Sparer nutzen, wenn sie die Konten selbst eröffnen und führen müssen. Auch beim Sparvolumen gibt es deutliche Unterschiede. Nutzer von konventionellen Tages- oder Festgeldkonten haben im Jahr 2018 bloß 20.686 Euro angelegt.

Nutzer von Zinsplattformen bauen Sparportfolios auf

Was man bislang nur vom Aktienhandel kennt, hält Einzug beim Sparen über Zinsplattformen: Diversifizierung des Sparportfolios. Nutzer von Zinsplattformen bauen sich über die Zeit gezielt ein Portfolio auf. Sie kombinieren unterschiedliche Produkte und diversifizieren ihr Sparportfolio, indem sie zum Beispiel Angebote aus Ländern mit unterschiedlichen Ratings miteinander kombinieren. Damit unterscheidet sich das Anlageverhalten eines Plattform-Nutzers sehr von dem eines klassischen Tages- und Festgeld-Sparers. Wie tief greifend die durch die Zinsplattformen getriebene Veränderung im Sparverhalten der Deutschen ist, wird deutlich, wenn man das langfristige Anlageverhalten von Plattform-Sparern betrachtet.

So verhält sich der typische ZINSPILOT-Nutzer

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viele Anlagen der durchschnittliche ZINSPILOT-Kunde tätigt? Eins vorweg, die Anzahl steigt über die Jahre. Der typische Zinspilot-Kunde nutzt schon vom ersten Tag an im Schnitt 1,3 Tages- und Festgeldprodukte unterschiedlicher Laufzeiten, Banken oder Herkunftsländer. Nach vierzehn Monaten hat er die Anzahl der gleichzeitig genutzten Produkte verdoppelt, nach zwei Jahren nahezu verdreifacht und über das dritte Jahr hinaus investiert er sein Geld sogar im Schnitt in über vier verschiedene Tages- und Festgeldprodukte parallel.

Dabei teilen die Sparer nicht einfach die gleiche Summe Geld auf eine höhere Anzahl von Produkten auf. So hat der typische Zinspilot-Nutzer nach fünfzehn Monaten sein Sparvolumen im Durchschnitt um 61 Prozent gegenüber dem Einstiegswert erhöht.

Wenn Sie Mitte 50 sind, zählen auch Sie zu den typischen ZINSPILOT-Kunden. Denn diese sind in einem Alter, in dem man bereits ein gewisses Vermögen aufgebaut hat. In der Regel wird für die erste Anlage bei ZINSPILOT ein Betrag von durchschnittlich 34.000 Euro angelegt.

Über die Analyse

Für die Analyse wurden Daten der Deutschen Bundesbank, der Europäischen Zentralbank, dem Statistischen Bundesamt, Eurostat sowie dem Institut für Mittelstandsforschung erhoben und durch das Research-Unternehmen Barkow Consulting ausgewertet. Die Analyse des Plattformnutzerverhaltens beruht auf der Auswertung von anonymisierten Nutzerkohorten der von Deposit Solutions betriebenen Zinsplattformen. Aus diesen wurde eine gewichtete Stichprobe von 80.000 Anlegern gezogen.

Studie Deposit Solutions: Wie Plattform-Banking das Sparverhalten der Deutschen verändert

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