Mit der Ansässigkeitsbescheinigung Steuern im EU-Ausland sparen

Immer mal wieder kommt die Frage auf, welchen Vorteil eine Ansässigkeitsbescheinigung bietet und was man tun muss, um diesen Vorteil effektiv nutzen zu können. In diesem Artikel erfahren Sie, warum und wie sich eine Ansässigkeitsbescheinigung für Sie lohnen kann: 

Was ist eine Ansässigkeitsbescheinigung?

Bei der Ansässigkeitsbescheinigung handelt es sich um eine schriftliche Bescheinigung des zuständigen Finanzamtes. Diese bestätigt, dass natürliche und juristische Personen ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland haben und hier steuerpflichtig sind.

Wie hängt die steuerliche Ansässigkeit in Deutschland mit der Quellensteuer im Ausland zusammen?

Sparer, die ihre Kapitalerträge aus Zinsen oder Dividenden im Ausland beziehen, müssen einerseits in einigen Ländern die Quellensteuer entrichten und zusätzlich in Deutschland Steuern auf diese Erträge zahlen. Um eine solche Doppelbesteuerung zu vermeiden, haben Anleger die Möglichkeit, eine Ansässigkeitsbescheinigung einzureichen. Dadurch können sie die Quellensteuer reduzieren oder je nach Land sogar komplett vermeiden. Die Ansässigkeitsbescheinigung ist allerdings nur in Ländern gültig, mit denen Deutschland Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) vereinbart hat.

Albanien
Aserbaidschan
Belgien
Bulgarien
Dänemark
Estland
Finnland
Frankreich
Georgien
Griechenland
Irland
Island
Italien
Kasachstan
Kosovo
Kroatien
Lettland
Lichtenstein
Litauen
Luxemburg
Malta
Moldau
Montenegro
Niederlande
Norwegen
Österreich
Polen
Portugal
Rumänien
Russland
Schweden
Schweiz
Serbien
Slowakei
Slowenien
Spanien
Tschechien
Türkei
Ukraine
Ungarn
Vereinigtes Königreich

Wie reiche ich bei ZINSPILOT eine Ansässigkeitsbescheinigung ein?

Zunächst sollten Sie in den Produktdetails Ihrer Tagesgeld- oder Festgeldanlage prüfen, ob eine Quellensteuer anfällt. Nachfolgend finden Sie im Steuerinformationsbereich unter dem jeweiligen Land die Vordrucke zur Erteilung der Ansässigkeitsbescheinigung samt Ausfüllanleitung.

Wählen Sie die Ansässigkeitsbescheinigung der Bank aus, bei der Sie Ihr Geld angelegt haben und drucken Sie diese zweimal aus. Nachdem sie vollständig ausgefüllt und unterschrieben sind, lassen Sie die Anträge vom zuständigen Finanzamt bestätigen.

Anschließend senden Sie diese einfach per Post an folgende Adresse:
ZINSPILOT Kundenservice, 20671 Hamburg

Die Ansässigkeitsbescheinigung muss dabei zwingend im Original und spätestens 10 Geschäftstage vor der Zinsauszahlung bei uns eingehen. Ausnahmen bestehen aktuell lediglich für zwei Banken. Bei der CKV, muss der Antrag bis spätestens 30 Geschäftstage vor der Zinsauszahlung vorliegen und für die Ansässigkeitsbescheinigung der Austrian Anadi Bank haben Sparer bis spätestens 10 Geschäftstage vor Ende des Kalenderjahres Zeit.

Ist der Antrag rechtzeitig eingegangen, wird er auf Vollständigkeit geprüft. Sollte er fehlerhaft oder unvollständig sein, werden Sie schnellstmöglich darüber informiert. Ist die Ansässigkeitsbescheinigung korrekt eingereicht worden, erhalten Sie eine Bestätigung per Mail. Ihre Dokumente können Sie dann direkt in Ihrem ZINSPILOT-Profil einsehen.

Während ihrer Geltungsdauer gilt die Ansässigkeitsbescheinigung fortan für alle Zinserträge der Bank. Dabei können Gültigkeiten verschiedener Ansässigkeitsbescheinigungen aufgrund der unterschiedlichen Anlageländer und Banken voneinander abweichen.

Was passiert, wenn eine Ansässigkeitsbescheinigung nicht eingereicht wird?

Die Einsendung einer Ansässigkeitsbescheinigung ist für jeden Sparer freiwillig. Entscheiden sich Sparer allerdings gegen die rechtzeitige und vollständige Vorlage einer Ansässigkeitsbescheinigung, wird eine fällige Quellensteuer vollständig vom Zinsertrag abgezogen. Eine nachträgliche Änderung ist dann häufig nur noch durch eine Erstattung der einbehaltenen Quellensteuer möglich. Diese ist jedoch in der Regel aufwendiger als die Beantragung einer Ansässigkeitsbescheinigung.

 

Hinweis: Alle Angaben können sich durch Änderung in der Besteuerung ändern. Die Angaben basieren auf dem aktuellen Informationsstand. Sie sind unverbindlich und stellen keine steuerliche Beratung dar. Grundsätzlich richtet sich die Besteuerung nach den persönlichen Verhältnissen des Anlegers. Zur individuellen Klärung steuerrechtlicher Fragen empfehlen wir die Hinzuziehung eines Steuerberaters oder einer anderen gemäß §2 StBerG befähigten Person.

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