Ihre Fragen rund um Tagesgeld

Eine der beliebtesten Anlageformen der Deutschen ist das Tagesgeld. Viele Anleger sind bereits bestens vertraut mit dieser Art der Geldanlage, dennoch erreichen uns immer wieder zahlreiche Anfragen zu diesem Thema. Wir erklären Ihnen, was für und gegen die Tagesgeldanlage spricht und beantworten Ihre häufigsten Fragen rund um das Tagesgeld.

Was spricht für Tagesgeld?

Es ist nicht verwunderlich, warum Tagesgeld bei vielen Anlegern so beliebt ist. Die Vorteile sind offensichtlich: Das Geld kann jederzeit ausgezahlt werden und ist unmittelbar verfügbar, wenn Sie auf das Geld zugreifen möchten. Im Allgemeinen ist ein Tagesgeldkonto kostenlos und es fallen keine Gebühren für die Nutzung an. Die meisten Tagesgeldkonten können online bedient werden, daher gestaltet sich die Handhabung sehr einfach. Insofern bietet ein Tagesgeld Anlegern einen leichten Zugang zu einem gut verzinsten Konto.

Warum auf einem Tagesgeldkonto anlegen?

Das Tagesgeldkonto ist ein optimaler Ort um Geld zu parken, wenn Sie es getrennt von den laufenden Einnahmen und Ausgaben auf dem Girokonto halten möchten. Ihre Finanzen sind geordnet und ganz nebenbei erhalten Sie für Ihr Geld im Durchschnitt auch einen deutlich besseren Zinssatz als beispielsweise auf einem Sparbuch.

Wie eröffne ich ein Tagesgeldkonto?

Aktuell bekommen Anleger bei Direktbanken die attraktivsten Zinsen für das Tagesgeld. Dementsprechend empfehlen wir Ihnen bei diesen Anbietern online ein Konto zu eröffnen. Wenn Sie den Antrag auf Kontoeröffnung ausgefüllt haben, folgt eine Identifizierung Ihrer Person meistens in Form eines Postident- oder Videoident-Verfahrens. Nachdem Sie sich erfolgreich ausweisen konnten, eröffnet die Bank das Konto und Sie können Überweisungen tätigen. 

Sollte ich neben einem Tagesgeld- auch ein Festgeldkonto eröffnen?

Es ist sinnvoll, Ihr Geld auch auf einem Festgeldkonto zu parken, da der Zinssatz bei einem Tagesgeld variabel ist und die Bank die Zinsen jederzeit senken kann. Festgeld bietet Anlegern dagegen eine Zinssicherheit auf längere Sicht sowie ein Plus an Zinsen gegenüber dem Tagesgeld. Wenn Sie auf die europaweit harmonisierte Einlagensicherung von bis zu 100.000 € achten und eine vertrauenswürdige Bank wählen, spricht nichts gegen eine Festgeldanlage.

Kann ich mit einem Tagesgeldkonto für die Altersvorsorge sparen?

Prinzipiell schon, da das Tagesgeldkonto im Gegensatz zur klassischen Lebensversicherung flexibel und trotzdem kostenfrei ist. Allerdings erhalten Sie beim Tagesgeld keine staatliche Förderung wie beispielsweise bei der geförderten Altersvorsorge Riester. Empfehlenswert ist es, zusätzlich längerfristig verfügbares Vermögen in höher verzinstes Festgeld anzulegen, da Sie damit besser die Inflation ausgleichen und eine höhere Rendite erwarten können. Als Kompromiss zwischen höheren Zinsen und kurzfristiger Verfügbarkeit können Sie Ihr Erspartes auch entsprechend ihres persönlichen Bedarfs auf Tages- und Festgelder verteilen.

Was spricht gegen das Tagesgeld?

Das Tagesgeld bietet einige Vorteile, jedoch möchten wir Ihnen nicht die negativen Seiten der Geldanlage vorenthalten: Der Zinssatz bei einem Tagesgeldkonto ist variabel, deshalb können die Zinsen kurzfristig gesenkt werden. Ebenso ist das Tagesgeldkonto kein Zahlungsverkehrskonto und bietet damit nicht die Funktionen eines Girokontos. Um Auszahlungen vornehmen zu können, müssen Sie das Geld von Ihrem Tagesgeldkonto auf ein Referenzkonto überweisen, das Sie bei der Kontoeröffnung angegeben haben. In den meisten Fällen ist das Ihr Girokonto oder Zahlungskonto bei Ihrer Hausbank.

Fazit:
  • Geldanlage in Tagesgeld ist für kurzfristig zu „parkendes“ Geld geeignet
  • Auch aufgrund der kurzfristigen Verfügbarkeit geht bei einem Tagesgeldkonto geringes Risiko mit einer relativ hohen Verzinsung einher
  • Tagesgeld hilft, Ihre Finanzen zu ordnen und nebenbei Zinsen zu erhalten
  • Tagesgeld taugt in Kombination mit einem Festgeldkonto gleichzeitig als Liquiditätsreserve und zur Altersvorsorge
  • Nachteil von Tagesgeld gegenüber Festgeld ist der variable Zinssatz
  • Zudem handelt es sich anders als bei einem Girokonto nicht um ein Zahlungsverkehrskonto

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