Einlagensicherung – So sicher sind Anlagen im europäischen Ausland

Bei der Anlage von Sparprodukten steht Sicherheit an oberster Stelle. Um diese Sicherheit selbst in finanziell instabilen Zeiten gewährleisten zu können, wurde in den 30er Jahren die Einlagensicherung eingeführt. Damals wie heute trägt sie erheblich zu einer finanziellen Stabilität bei.

Was ist die Einlagensicherung?

Die Einlagensicherung dient dem Schutz von Spareinlagen, im Falle der Zahlungsunfähigkeit eines Geldinstitutes. Sollte demnach eine Bank in einen finanziellen Engpass geraten, greift das Sicherungssystem. Die Einlagensicherung schützt Kundeneinlagen bis zu einer bestimmten Höhe im Bereich Tages- und Festgeld, Wertpapiere, Girokonten und Sparkonten.

Dabei tritt vorrangig die europaweit harmonisierende Einlagensicherung in Kraft, welche Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Anleger und Bank schützt.

Zudem sichern die meisten Banken in Deutschland ihre Kunden mit dem zusätzlichen Schutz einer freiwilligen Einlagensicherung ab.

Gesetzliche Einlagensicherung

Die gesetzliche Einlagensicherung bildet das Gerüst des Sicherungssystems in der Europäischen Union. Als Grundlage dienen hierfür die Richtlinien 2009/14/EG und 2014/49/EU des Europäischen Parlaments und des Rates. Nach diesen Richtlinien bleiben bei einem Bankausfall, Einlagen bis zu 100.000 Euro unberührt.

In Deutschland besteht die Richtlinie 2014/49/EU als festgeschriebenes Gesetz. Dabei gilt die Voraussetzung, dass eine in Deutschland bestehende Kreditinstitution ohne eine Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Einlagensicherungseinrichtung ihren Betrieb nicht aufnehmen darf.

Die Kosten für die Einlagensicherungseinrichtungen tragen die Banken, um im Falle einer Zahlungsunfähigkeit die Anleger entschädigen zu können.

Freiwillige Einlagensicherung

Neben der gesetzlichen Einlagensicherung besteht vor allem bei vielen deutschen Banken ein zusätzliches, freiwilliges Absicherungssystem, welches Anleger somit doppelt schützt.

Verantwortlich ist hierfür beispielsweise der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Er wird von über 130 Privatbanken finanziert.

Der BdB sichert Kundeneinlagen von bis zu 15 Prozent des Eigenkapitals der jeweiligen Mitgliedsbank ab. Da sich die Kapitalhöhe der Privatbanken auf mindestens 5 Millionen Euro belaufen muss, beträgt der Einlagenschutz im geringsten Fall bereits 750.000 Euro.

Ein Rechtsanspruch besteht bei der freiwilligen Einlagensicherung jedoch nicht. Hintergrund hierfür ist der daraus entstehende Versicherungsstatus, welcher erhebliche Steuerzahlungen zur Folge hätte. Bislang berief sich der Einlagensicherungsfonds jedoch nicht auf den nicht bestehenden Rechtsanspruch.

Höhe der Einlagensicherung aller ZINSPILOT Partnerbanken

Aegean Baltic Bank S.A.bis 100.000 € über griechische Einlagensicherung (Hellenic Deposit & Investment Guarantee Fund)
Alpha Bank Romania S.A.bis 100.000 € über Einlagensicherungsfonds Rumänien
APS Bankbis  100.000 € über maltesische Einlagensicherung (Malta Financial Services Authority)
Atom Bankbis  85.000 GBP über Britische Einlagensicherung (FSCS)
Austrian Anadi Bankbis 100.000 € über Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H. (ESA)
Banca UBAEbis 100.000 € über Fondo Interbancario di Tutela dei Depositi (Italien)
BiGbis  100.000 € über Portugiesischer Einlagensicherungsfonds
BlueOrange Bankbis  100.000 € über lettische Finanz- und Kapitalmarkt-Kommission (FKTK)
BNF Bankbis 100.000 € über maltesische Einlagensicherung (Malta Financial Services Authority)
BPF Bankbis 100.000 € über Fondo Interbancario di Tutela dei Depositi (Italien)
CBL Bankbis  100.000 € über lettische Finanz- und Kapitalmarkt-Kommission (FKTK)
CKV Bankbis 100.000 € über belgische Entschädigungseinrichtung
Close Brothersbis 85.000 GBP über Britische Einlagensicherung (FSCS)
CreditPlus Bankbis 100.000 € über Entschädigungseinrichtung deutscher Banken
und zusätzlich 44,8 Mio. € über Fonds des Bundesverbands Deutscher Banken
Fimbankbis 100.000 € über maltesische Einlagensicherung (Malta Financial Services Authority)
First Bankbis 100.000 € über Einlagensicherungsfonds Rumänien
Hamburg Commercial Bank AGbis 100.000 € über Gesetzliche Einlagensicherung der Sparkassen und unbegrenzt über Mitgliedsinstitut im institutsbezogenem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe
Izola Bankbis 100.000 € über maltesische Einlagensicherung (Malta Financial Services Authority)
LHV Pankbis 100.000 € über estnischer Sicherungsfonds - Deposit Guarantee Sectoral Fund
My Money Bankbis 100.000 € über Einlagensicherungsfonds Frankreich, Fonds de Garantie des Dépôts
Novum Bankbis 100.000 € über maltesische Einlagensicherung (Malta Financial Services Authority)
Rietumu Bankbis 100.000 € über lettische Finanz- und Kapitalmarkt-Kommission (FKTK)
Signet Bank ASbis 100.000 € über lettische Finanz- und Kapitalmarkt-Kommission (FKTK)
Regional Investment Bankbis 100.000 € über lettische Finanz- und Kapitalmarkt-Kommission  (FKTK)
UNION de Banques Arabes et Francaise (UBAF)bis 100.000 € über französische Einlagensicherung (FGDR)

Stand. 07.01.2020

Quelle: https://www.sparkonto.org/einlagensicherung-grenzen-2020/#sicherungsgrenzen

Liquiditätsfeststellung der EU-Länder

Damit ein Land den Schutz der Einlagen garantieren kann, ist eine hohe Liquidität vorausgesetzt. Um diese Bonität sichtbar darzustellen, werden die Länder von Ratingagenturen, wie Fitch, Standard & Poors und Moody‘s bewertet und offengelegt.

Die Bewertung der Länder wird nach dem Investment-Grade-Prinzip dargestellt:

Weitere Informationen zu Länderratings finden Sie auf der Website der Stuttgarter Börse. Alle Angaben bei den Ratinggesellschaften beziehen sich auf Fitch, Moody´s und S&P.

Artikel teilen: