Das müssen Sie über Tagesgeldzinsen wissen

Was ist das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines Tagesgeldkontos? Natürlich der Zinssatz, werden Sie jetzt vermutlich sagen! Durchaus bestimmt der Zins entscheidend, wie hoch der Ertrag Ihrer Geldanlage sein wird. Doch wann steigen die Zinsen auf Tagesgeld wieder? Haben Sie sich auch schon gefragt, warum man mehr Zinsen auf einem Tagesgeldkonto als auf einem Sparbuch erhält? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um Tagesgeldzinsen.

Wann steigen die Tagesgeldzinsen wieder?

Erst kürzlich gab die Europäische Zentralbank bekannt, dass der Leitzins unverändert beim Rekordtief von null Prozent bleibt. Im Hinblick darauf ist davon auszugehen, dass die Niedrigzinsphase auch zukünftig bestehen bleibt. Frühestens zur Jahresmitte 2019 kann es zu einer Zinswende kommen, so die Ansicht vieler Volkswirte. Damit deutschen Anlegern höhere Zinserträge nicht entgehen, sollten Sie auf die Angebote europäischer Banken achten, die attraktive Zinsen anbieten. Erst kürzlich schrieb Finanzredakteur Marcus Voss von Focus Money, dass mittlerweile auch Verbraucherschützer dazu raten, das Geld bei einem ausländischen Kreditinstitut anzulegen, um die Inflation auszugleichen – sofern es sich um eine Bank aus der Europäischen Union handelt, deren Einlagen durch die EU-weit harmonisierten Regelungen zur Einlagensicherung geschützt sind.

Wie hoch sind die besten Tagesgeldzinsen aktuell?

Laut Focus Money erhalten Bestandskunden bei der Alpha Bank Romania und bei der französischen Oney Bank gegenwärtig das Top-Tagesgeld in Europa. Auch die Stiftung Warentest hat in ihrer November-Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ das Tagesgeld der Oney Bank auf den 2. Platz unter den Top 20 Tagesgeldkonten gewählt. Zum Anlagestart 01.12.2017 bekommen Sie den aktuell marktführenden Bestandskundenzins von 0,85 Prozent auf Tagesgeld bei der FIMBank − kein Angebot, welches nur speziell für Neukunden gilt, die ein Konto eröffnen, sondern eine echte Alternative zu den niedrigen Zinsen der Filialbanken.

Warum gibt es höhere Zinsen bei Direktbanken als bei Filialbanken?

Deutsche Filialbanken bieten Sparern so geringe Zinsen, dass es nicht verwundert, dass Direktbanken den Markt für Tagesgeldkonten dominieren und auch immer mehr Banken aus europäischen Ländern auf den hiesigen Tagesgeldmarkt drängen. Direktbanken müssen keine Filialen unterhalten und können deshalb Anlegern höhere Zinssätze und bessere Konditionen bieten. Außerdem ist es oftmals bei Banken im Ausland der Fall, dass sich viele in ihren Heimatländern nur zu wesentlich schlechteren Zinsen „frisches“ Kapital leihen können. Ein weiterer Punkt ist, dass Tagesgeld eine triviale und nicht erklärungsbedürftige Anlageform ist. Für die meisten Anleger ist daher keine Beratung in einer Filiale nötig, da die einfache Online-Kontoführung für die Mehrheit der Sparenden völlig ausreichend ist. Sollten doch einmal Fragen aufkommen, können Sie auch bei den Direktbanken telefonisch oder per E-Mail einen Berater kontaktieren.

Warum sind Tagesgeldzinsen allgemein so niedrig?

Während sich Kreditnehmer über niedrige Zinsen freuen, haben Sparer das Nachsehen. Dennoch sind die Zinsen bei Direktbanken geradezu üppig verglichen mit denen von Filialbanken. Zu Jahresanfang hatten die meisten Ökonomen noch leicht steigende Zinsen prognostiziert, damit lagen sie falsch. Anfang September lag der durchschnittliche Tagesgeldzins bei 0,47 Prozent pro Jahr (Quelle: Biallo.de) – im Schnitt ein Fünftel weniger als noch vor einem Jahr. Laut dem Finanzportal Tagesgeldvergleich.net bekommen Kunden höchstens noch bei Internet-Banken ohne Filialen gute Zinsen. Wer aber denkt, dass die niedrigen Renditen nur eine vorübergehende Folge der Finanzkrise sind, irrt. Hauptsächlich ist die Politik der Notenbanken und der Leitzins der Europäischen Zentralbank für die Zinsflaute verantwortlich. Und die Aussichten für die Zukunft sind düster.

Wann werden Tagesgeldzinsen ausgezahlt?

Die Zinsausschüttung von Tagesgeld wird von Banken festgelegt und erfolgt in Intervallen, sodass eine Gutschrift üblicherweise monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich erfolgen kann. Dabei ist eine monatliche Auszahlung am lukrativsten für den Anleger. Je weniger Zeit zwischen den Zinszahlungen verstreicht, desto vorteilhafter wirkt sich der Zinseszinseffekt für den Sparenden aus. Bei unserem ZINSPILOT Tagesgeld/Flexgeld24 erfolgen die Zinszahlungen zum 1. und 15. eines Monates oder jeweils am nächsten Bankarbeitstag, wenn der Tag beispielsweise ein Feiertag ist. Damit profitieren sogar Tagesgeld/Flexgeld24-Anleger zweimal innerhalb eines Monats von dem Zinseszins, da Auszahlungen der Zinsen immer direkt auf das Tagesgeldkonto erfolgen, wodurch die Zinsen sofort zur Wiederanlage bereitstehen.

Warum gibt es höhere Zinsen auf Tagesgeld als auf das Sparbuch?

Tagesgeld und Sparbuch gelten als sichere Sparanlagen, da beide Formen durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt sind. Genauer gesagt heißt das, dass ein Guthaben von 100.000 Euro pro Anleger auf einem Sparbuch und auf einem Tagesgeldkonto abgesichert ist. Deutliche Unterschiede gibt es im Hinblick auf die Rendite. Die Auszahlung von Zinsen auf Sparbücher erfolgt jährlich, wobei die Zinsen auf Tagesgeld teilweise in kürzeren Intervallen ausgeschüttet werden und Anleger so stärker vom Zinseszinseffekt profitieren. Gerade bei höheren Anlagesummen wirkt sich so eine zusätzliche Rendite spürbar positiv aus. Die Rendite bei einem Sparbuch ist hingegen vergleichsweise gering, da die Zinssätze marktbedingt schwanken können. Mit einem Tagesgeldkonto können Sparende im Vergleich zum Sparbuch also wesentlich höhere Zinsen einfahren. Auch in puncto Liquidität liegt das Tagesgeld vor dem Sparbuch. In der Regel kann täglich über das gesamte auf einem Tagesgeldkonto angelegte Sparvermögen zugegriffen werden und meist sogar bequem über ein Onlinekonto. Zwar können auch bei einem Sparbuch Beträge täglich abgehoben und gutgeschrieben werden, allerdings ist meist die maximale Verfügbarkeit auf 2.000 Euro pro Monat beschränkt.  

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