22.04.2022

✔ Definition: Mit einem ETF-Sparplan kann in regelmäßigen Sparraten Geld in einen oder mehrere ETFs investiert werden.

✔ Vorteile: ETF-Sparpläne sind in der Regel sehr flexibel. Bereits mit einer geringen Sparrate kann man langfristig Vermögen aufbauen.

✔  Kosten: Im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds weisen ETFs deutlich geringere Kosten auf.

✔  Sicherheit: ETFs weisen durch ihre Diversifikation ein geringeres Risiko auf als Einzelaktien. 

Was ist ein ETF-Sparplan & wie funktioniert er?

Mit einem ETF-Sparplan kann in regelmäßigen Abständen Geld in einen oder mehrere ETFs angelegt werden. Bereits mit geringen Sparraten kann man unkompliziert in ganze Märkte investieren und so langfristig Vermögen aufbauen. Dabei werden die Raten automatisiert vom hinterlegten Konto abgebucht. 

ETFs bündeln eine Vielzahl an Wertpapieren, was das Risiko gegenüber einzelnen Aktien reduziert. Kommt es zu Kursschwankungen oder -verlusten, kann dies durch andere Positionen mit positiver Wertentwicklung ausgeglichen werden.

Die Funktionsweise eines ETF-Sparplans einfach erklärt:

Anleger kaufen bei einem Sparplan in einem festgelegten Intervall – meist monatlich oder quartalsweise – Anteile an ETFs in Höhe der vereinbarten Sparrate. Je nach Kurs werden unterschiedlich viele Fondsanteile erworben. Das können auch Bruchteile von einem Anteil sein. Investieren Sie monatlich 100 Euro und der Kurs des ETFs liegt zum Zeitpunkt des Kaufs bei 200, erwerben Sie in diesem Fall 0,5 Anteile. Sollte der Börsenkurs auf 180 fallen, kommen im nächsten Sparintervall theoretisch 0,56 Anteile hinzu.

Für wen ist ein ETF-Sparplan sinnvoll?

Ein ETF-Sparplan ist für jeden sinnvoll, der kostengünstig und langfristig Vermögen aufbauen möchte. ETFs eignen sich vor allem, wenn Sie einen langfristigen Anlagehorizont mitbringen. Es gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher die Renditechancen. Aus diesem Grund eignet sich ein ETF-Sparplan auch gut für die private Altersvorsorge.

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ETF-Fondssparpläne erlauben eine Investition bereits zu geringen Sparraten. Die Sparpläne sind zudem sehr flexibel. Sie können die Rate jederzeit anpassen oder den Sparplan pausieren. Genauso kann die Sparrate jederzeit erhöht werden. In einer finanziellen Notlage ist es möglich, die Wertpapiere jederzeit zu verkaufen. Ein ETF-Sparplan kann demnach für alle sinnvoll sein, die Rendite erzielen, aber dennoch flexibel bleiben möchten.

Mindestsparrate: Ab welchem Betrag lohnt sich ein ETF-Sparplan?

Bereits mit geringeren Beträgen können Sie einen ETF-Sparplan anlegen. Bei den meisten Anbietern ist ein ETF-Sparplan bereits ab einer Mindestsparrate 50 Euro möglich. Meist wird eine monatliche Sparplanrate vereinbart. Es kann jedoch auch quartalsweise oder halbjährlich in einen ETF-Fondssparplan eingezahlt werden.

Wann sollte man mit dem ETF-Sparen beginnen?

Der Grundsatz lautet: Je länger der Anlagehorizont, desto besser. Denn je früher Sie damit beginnen, Geld in einen ETF-Sparplan anzulegen, desto länger kann die Geldanlage dank Zinseszinseffekt für Sie arbeiten. Der Zinseszinseffekt kommt bei ETFs zum Tragen, wenn die jährlichen Renditen nicht ausgeschüttet, sondern Jahr für Jahr erneut verzinst werden (thesaurierende ETFs).

Ein Beispiel zum Zinseszinseffekt: Angenommen Sie zahlen jeden Monat 250 Euro in einen ETF ein. Über 30 Jahre beträgt die Einzahlung damit 90.000 Euro. Durch den Zinseszinseffekt ergibt sich bei einer durchschnittlichen Rendite von 6 % ein Endkapital von 251.129 Euro. Die Grafik verdeutlicht diesen Effekt.

Worauf Anleger bei einem ETF-Sparplan achten sollten

Bevor Sie in einen ETF-Sparplan investieren, sollten Sie sich einige grundlegende Fragen stellen. Sind Sie dazu bereit ein Risiko einzugehen oder auf der Suche nach Sicherheit? Denn: Auch bei ETFs kann es zu Kursschwankungen durch das allgemeine Marktrisiko kommen. Um diese auszugleichen, sollten Sie den ETF-Sparplan langfristig ausrichten. Durch einen langfristig ausgerichteten Investmentansatz können Verluste im Zeitverlauf ausgeglichen werden.

Um das Risiko zu reduzieren, sollten Sie Ihr Portfolio zudem ausreichend diversifizieren. Dabei ist die Wahl des – dem ETF zugrundeliegenden – Indizes ausschlaggebend. Mit nur einem ETF auf den MSCI World können Sie zum Beispiel in fast 1.600 Aktien aus der ganzen Welt investieren. Der deutsche Aktienindex (DAX) setzt sich dagegen nur aus 40 Positionen zusammen.

Index

Positionen

Länder

Größte Positionen

Gewichtung Branchen

MSCI World Index 

1.539

23 Länder 

USA (68,5 %), Japan (6,35 %), United Kingdom /4,32 %)

Apple (4,75 %), Microsoft (3,71 %), Amazon (2,43 %)

Informationstechnologie (22,41 %), Finanzen (14 %, Gesundheitswesen (12,61 %)

FTSE All-World 

4.080

47 Länder

USA (59,2 %), Japan (6,4 %), Vereinigtes Königreich (4,2 %)

Apple (3,89 %), Microsoft (3,44 %), Amazon (2,03 %)

Technologie (23,02 %), Industrie (11,45 %), Gesundheitswesen (11,21 %)

S&P 500 Index

505

USA

Apple, Microsoft, Amazon

Informationstechnologie (28,5 %), Gesundheitswesen (13,6 %), Konsumgüter (12 %)

DAX

40

Deutschland

Linde (9,6 %), SAP (8,9 %), Siemens (7,8 %)

Chemie (15,91 %), Industrie (15,61 %), Automobil (10,95 %)

MSCI Europe Index

428

15 Länder aus Europa

United Kingdom (23,83 %), Frankreich (17,76 %), Schweiz (15,93)

Nestle (3,52 %), ASML (2,67 %), Roche (2,57 %)

Finanzen (16,2 %), Gesundheitswesen (14,96 %), Industrie (14,62 %)

STOXX Europe 600 

600

17 Länder aus Europa

United Kingdom (24,3 %), Frankreich (16,5 %), Schweiz (15 %)

Nestle (3,25 %), ASML (2,46 %), Roche (2,37 %)

Gesundheitswesen (14,9 %), Industrie (12,4 %), Lebensmittel (8,3 %)

EURO STOXX 50

50

Frankreich (38,1 %), Deutschland (31,2 %), Niederlande (15,1 %)

ASML (8,37 %), LVMH Moet Hennessy (5,88 %), Linde (4,50 %)

Technologie (15,1 %), Industrie (13,6 %), Konsumgüter (13,2 %)

MSCI Emerging Markets

1.420

25 Schwellenländer

China (31,76 %), Taiwan (16,15 %), Indien (12,37 %)

Taiwan Semiconductor (7,1 %), Tencent (4,15 5), Samsung (3,83 %)

Informationstechnologie (21,8 %), Finanzen (20, 96 %), Konsumgüter (12,54 %)

(Stand: April 2022)

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Risiko: Wie sicher ist ein ETF-Sparplan?

ETFs sind Investmentfonds und gehören deshalb zum Sondervermögen. Das heißt, dass das Geld der Anleger vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt aufbewahrt wird. Dadurch ist das investierte Anlagevermögen rechtlich abgesichert. Sollte die Fondsgesellschaft – die den ETF auferlegt hat – insolvent werden, wird das Geld zurückgezahlt.

Generell sind Investitionen am Kapitalmarkt jedoch immer mit gewissen Risiken verbunden. Es können keine Aussagen über die zukünftige Wertentwicklung der ETFs bzw. Indizes getroffen werden. Durch eine breite Streuung der Anlage kann das Vermögen jedoch aufgeteilt und das Risiko reduziert werden. So setzt sich der MSCI World zum Beispiel aus mehr als 1.600 Aktien bzw. Unternehmen aus 23 Ländern zusammen.

Gebühren: Was kostet ein ETF-Sparplan?

ETFs bilden einen Index automatisiert nach, weshalb für den Anleger – im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds – geringere Bearbeitungsgebühren anfallen. Die Kosten für die Ausführung des ETF-Sparplans können variieren. Bei einigen Anbietern – wie z.B. WeltSparen – ist das ETF-Sparen kostenlos. Es fallen lediglich die Gebühren für die ETFs an. Diese sind meist jährlich fällig und liegen im Durchschnitt bei 0,35 bis 0,5 & p.a.

Exkurs: Cost-Average Effekt

Bei einem ETF-Sparplan werden Monat für Monat Anteile an einem ETF zu einem festgelegten Preis gekauft. Aufgrund der Kursschwankungen muss jedoch bei jedem Kauf mit einem anderen Preis gerechnet werden. Somit werden an Tagen mit höherem Kurs weniger Anteile, bei steigendem Kurs mehrere Anteile erworben. An dieser Stelle setzt der Cost-Average Effekt an.

Der Cost-Average Effekt – zu Deutsch: Durchschnittskosteneffekt – besagt, dass Anleger, die über einen längeren Zeitraum investieren, einen günstigeren Durchschnittspreis zahlen als Anleger, die sich für eine Einmalanlage entschieden haben. Das hat positive Auswirkungen auf die Rendite des ETF-Sparplans. Der Effekt kommt insbesondere bei einem langen Anlagehorizont zum Tragen. 

Wie kann man einen ETF-Sparplan anlegen?

Um einen ETF-Sparplan anzulegen, benötigen Anleger ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Broker. Oft ist die Eröffnung eines Depots online möglich. Anschließend können ein oder mehrere ETFs ausgesucht werden, in die man mithilfe eines Sparplans investieren möchte. Informationen zu den einzelnen ETFs finden Sie in den jeweiligen Factsheets. Auf dem Factsheet werden aktuelle Daten und die wichtigsten Grundlagen zu den jeweiligen ETFs zusammengefasst. Sie finden das Factsheet bei den jeweiligen Anbietern.

Bereits bei der Eröffnung sollte darauf geachtet werden, wie mit den Dividenden und Renditen verfahren werden soll. Bei Sparplänen mit thesaurierenden ETFs werden diese direkt wieder angelegt – Sie profitieren von einer Art des Zinseszinseffekts.

Bei WeltSparen erhalten Anleger Zugang zu global diversifizierten und kostengünstigen ETF-Portfolios. Das Besparen eines ETF-Sparplans ist bereits ab 50 Euro im Monat möglich. Anleger können in wenigen Schritten online ein Depot eröffnen und von attraktiven Renditechancen profitieren.

Der ETF-Sparplan von WeltSparen

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Fazit: Mit ETF-Sparplänen langfristig Vermögen aufbauen

Mit einem ETF-Sparplan können Sie automatisiert Geld investieren. Die Auswahl ist dabei groß. Welcher Sparplan bzw. ETF für Anleger sinnvoll ist oder ob sie monatlich oder quartalsweise investieren, sind individuelle Entscheidungen. Da ETFs im Vergleich zu aktiven Fonds kostengünstig sind, könnten Anleger mit einem ETF-Sparplan von attraktiven Renditechancen profitieren – gerade bei einer langfristigen Geldanlage. Der genaue Einstiegszeitpunkt ist aufgrund des Cost-Average-Effektes weniger relevant.

Bei WeltSparen haben Anleger die Möglichkeit, entweder einen individuellen ETF-Sparplan zu erstellen und ganz nach dem eigenen Risikobedürfnis zu investieren.

Vorteile eines ETF-Sparplans zusammengefasst:

  • Mit einer geringen Sparrate langfristig Vermögen aufbauen
  • Automatisiertes Sparen
  • Niedrigere Kosten für einen ETF-Sparplan als bei aktiven Fonds
  • Jederzeit anpassbare Sparplanraten

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