12.05.2022

✔ Definition: ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Indexfonds, die einen bestehenden Index möglichst genau nachbilden.

✔ Rendite: Die Rendite ist der Kapitalertrag einer Geldanlage und kann auf unterschiedliche Arten berechnet werden.

✔ Kosten: Je höheren die Gebühren der ETFs, desto niedriger die Renditen.

✔ Durchschnittliche Rendite pro Jahr: Anleger, die in den letzten 30 Jahren in ETFs des MSCI World investiert hatten, konnten durchschnittlich eine Rendite von ca. 8 Prozent p.a. erzielen.

Grundlagen: Was ist eine Rendite?

Bei der Rendite handelt es sich um den Ertrag einer Geldanlage, der innerhalb einer bestimmten Periode erzielt wird. Zur Berechnung wird der Gewinn mit dem eingesetzten Kapital ins Verhältnis gesetzt. 

Aber auch die Kosten der Geldanlage, die Steuern als auch die aktuelle Inflation spielen bei der Berechnung der Rendite eine entscheidende Rolle, da diese die Rendite mindern können. Ist die Rendite negativ (Negativrendite), handelt es sich um einen Verlust.

Mithilfe der Rendite können unterschiedliche Investitionsmöglichkeiten miteinander verglichen werden. Für den Vergleich ist es jedoch wichtig, dass die Rendite der ETFs auf die gleiche Weise berechnet wurde. Dafür gibt es unterschiedliche Ansätze. Während die Bruttorendite den gesamten Ertrag einer Kapitalanlage ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital setzt, werden bei der Nettorendite noch die Steuern und die Gebühren einbezogen. Achten Sie auch darauf, ob möglicherweise die Dividenden bereits in die Rendite inkludiert sind.

Wie viel Rendite kann mit ETFs erzielt werden?

Renditen von ETFs hängen überwiegend von der aktuellen Marktentwicklung sowie den Kosten der börsengehandelten Indexfonds ab. Die Rendite schwankt daher von Jahr zu Jahr. Ziel von ETFs ist es jedoch, ungefähr die Rendite zu erzielen, die der imitierte Index erzielt. 

In den vergangenen 10 Jahren konnte man zum Beispiel mit dem iShares Core MSCI World UCITS ETF eine durchschnittliche jährliche Rendite von 13,16 Prozent erzielen. Dagegen war mit dem iShares Core DAX UCITS ETF nur eine Rendite von 7,50 Prozent p.a. möglich. Der iShares Core S&P 500 UCITS ETF wies eine durchschnittliche Rendite von 16,52 Prozent pro Jahr auf. 

Hinweis: Frühere Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung der ETFs.

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Wird die angestrebte Rendite des abgebildeten Index von den ETFs erreicht?

Im Hinblick auf die Kosten kann es zu Differenzen zwischen der Rendite der ETFs und den abgebildeten Indizes kommen. Diese Abweichung wird als Tracking-Differenz bezeichnet, ist aber in der Regel so gering, dass die ETFs sehr nah an die Rendite des Index herankommen.

Beispiel: Rendite bei ETFs auf den MSCI World

Der MSCI World spiegelt die Entwicklung von ca. 1.600 Unternehmen aus 23 Ländern wider. Der globale Aktienindex gilt als einer der wichtigsten Indizes. ETFs auf den MSCI World ermöglichen den Zugang zu einem international diversifizierten Marktsegment. Privatanleger, die in den vergangenen 30 Jahren ihr Geld in einen ETFs auf den MSCI World angelegt haben, konnten im Durchschnitt eine Rendite von ca. 8 Prozent pro Jahr erzielen.

Die Rendite eines ETFs auf dem MSCI World war jedoch nicht immer positiv. Einer der stärksten Verlustphasen erlebte der MSCI World im Jahr 2000 durch das Platzen der Technologieblase. Auch die Weltwirtschaftskrise 2007 versetzte dem MSCI World einen harten Rückschlag. Ebenso führte die Corona-Krise 2020 zu Verlusten. Wer sich jedoch in Krisenzeiten nicht abgewandt und sich für eine langfristige Investition entschieden hat, konnte die Verluste ausgleichen. 

Hinweis: Frühere Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung von ETFs.

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Einfluss der Kosten auf die Rendite von ETFs

Die ETF-Kosten werden in der Total Expense Ratio (TER) ausgewiesen. Die TER – auch Gesamtkostenquote genannt – enthält z.B. die Vertriebskosten, Gebühren für Personal, Software und Lizenzen sowie ggf. Depotkosten. Die TER soll Anlegern dabei helfen, die Kosten für die Geldanlage zu ermitteln und die Angebote vergleichbarer zu machen. Seit 2004 müssen alle in Deutschland vertriebenen Fonds die TER im Factsheet ausweisen. Transaktionskosten, die durch den Handel von Wertpapiere entstehen, werden jedoch nicht in der TER ausgegeben und müssen hinzugerechnet werden. 

Im Durchschnitt weisen ETFs Kosten von ca. 0,3-0,5 Prozent p.a. auf. Dazu kommen einmalige Anschaffungs- bzw. Verkaufskosten von bis zu 0,25 Prozent. Die Kosten der ETFs können die Rendite der Geldanlage mindern. Das heißt im Umkehrschluss: Je kostengünstiger die Anlage, desto höher die Rendite der ETFs. Gerade deshalb haben ETFs einen entscheidenden Vorteil gegenüber aktiven Investmentfonds.

Aktive Fonds vs. ETFs: Wie unterscheiden sich die Renditen?

Aktive Fonds besitzen ein Fondsmanagement, welches versucht den Markt zu übertreffen. Dieses aktive Fondsmanagement verursacht hohe Kosten. Im Gegensatz dazu bilden ETFs einen bestehenden Index passiv – sprich automatisiert – nach. Ihr Ziel ist es nicht die Rendite des Marktes zu übertreffen, sondern eine ähnliche Rendite wie der repräsentierte Index zu erzielen. Die höheren Kosten der aktiven Investmentfonds führen in der Regel dazu, dass die Rendite niedriger ist als bei passiven ETFs. 

Im Durchschnitt weisen aktive Fonds Kosten von 2,26 Prozent p.a. auf. Bei den passiven ETFs ist es deutlich weniger. Beim ETF Robo von Raisin Invest sind es nur 0,48 Prozent jährlich. Die unterschiedlich hohen Kosten wirken sich stark auf die Renditen aus. Das soll in diesem Beispiel deutlich werden: 

Ausgangslage: Sie investieren 24 Jahren lang 150 Euro monatlich in aktive Fonds und in das passive ETF-Portfolio des ETF Robos. Für eine bessere Vergleichbarkeit gehen wir bei beiden Investmentprodukten von einer durchschnittlichen Rendite von 5 Prozent p.a. aus

KontostandAktiver Fonds mit durchschnittlichen Gesamtkosten von 2,26 % p.a.Passives ETF-Portfolio mit durchschnittlichen Gesamtkosten von 0,48 % p.a.

nach 1 Jahr

1.852,84 Euro1.843,57 Euro
nach 6 Jahr11.710,16 Euro12.382,80 Euro
nach 12 Jahr25.418,71 Euro28.507,64 Euro
nach 18 Jahr41.466,74 Euro49.505,35 Euro
nach 24 Jahr60.253,45 Euro76.848,47 Euro
Investitionen43.200 Euro43.200 Euro
Erzielter Gewinn vor Steuern17.053,45 Euro33.648,47 Euro

 

Bereits nach 6 Jahren ergibt sich durch den Kostenunterschied zwischen aktiven Fonds und passiven ETFs bereits ein Mehrertrag von 672,64 Euro. Nach 24 Jahren ist der Unterschied noch deutlicher. Insgesamt können Sie mit den ETFs 16.595,02 Euro mehr Gewinn (vor Steuern) erzielen. Je mehr Sie monatlich investieren, desto mehr wirken sich die Kosten auf Ihre Rendite aus.

Hinweis: Dividenden oder Zinszahlungen wurde nicht mit in die Berechnung einbezogen.

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Wie wirkt sich die Inflation auf die Rendite aus?

Neben den Kosten hat auch die Inflationen einen Einfluss auf die Rendite von ETFs. Dabei gilt: Je höher die Inflationsrate und damit der Kaufkraftverlust des Geldes, desto geringer ist die Rendite

Deshalb ist es – gerade bei den aktuellen Höchstwerten – wichtig, sein Geld nicht auf unverzinsten Girokonten oder Sparbüchern liegen zu lassen. Festgeld oder Tagesgeld sowie ein Investment mit ETFs kann die Auswirkungen der Inflation reduzieren.

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Auswirkungen der Steuern auf die Rendite

Gewinne, die mit ETFs erzielt werden, müssen versteuert werden. Die Abgeltungssteuer wird dann fällig, wenn Erträge und Kursgewinne über dem Jahresfreibetrag (auch Sparerpauschbetrag genannt) von 801 Euro pro Person jährlich erzielt werden (1.602 Euro bei gemeinsam Veranlagten). Zu der Abgeltungssteuer von 25 Prozent kommen ggf. ein Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent sowie ggf. die Kirchensteuer (8 Prozent - 9 Prozent; abhängig vom Wohnort). 

Werden Erträge im Ausland erzielt, ist meist zusätzlich eine Quellensteuer fällig. All diese Positionen mindern die Rendite der ETFs und sollten von Anlegern in ihre Berechnungen aufgenommen werden. 

Wie kann man die Rendite von ETFs berechnen?

Für die Anlageentscheidung ist die Rendite ein wichtiger Entscheidungsfaktor. Um eine fundierte Entscheidung zu treffen, müssen die Renditen unterschiedlicher Geldanlagen objektiv miteinander vergleichbar sein.

Es gibt verschiedenen Möglichkeiten, die Rendite von ETFs zu berechnen. Die einfachste Methode ist es, den Gewinn bzw. Verlust der Geldanlage mit der investierten Summe ins Verhältnis zu setzen

Für die Berechnung der Rendite gilt dann die Formel:

Rendite = Gewinn x 100 / eingesetztes Kapital

Multipliziert man das Ergebnis mit 100, erhält man die Rendite in Prozent. Diese Berechnungsmethode eignet sich jedoch nur dann, wenn keine Ein- bzw. Auszahlungen getätigt werden. Wenn man regelmäßig Ein- bzw. Auszahlungen tätigt, wie bei einem ETF-Sparplan, kann die Rendite mit dem internen Zinsfuß berechnet werden. Diese Berechnungsmethode ist allerdings sehr komplex. Mit Online-Rechnern können Sie die durchschnittliche Rendite von ETFs jedoch einfach berechnen.

Mit ETFs die Chance auf attraktive Renditen sichern

Die Rendite von ETFs wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Sowohl die anfallenden Kosten als auch die anfallenden Steuern sowie die aktuelle Inflation wirken sich auf die Rendite aus. Grundsätzlich ist es das Ziel von ETFs, eine ähnliche Rendite wie der abgebildete Index zu erzielen. Für Privatanleger ist deshalb vor allem relevant, wie sich der Kurs der ETFs entwickelt. 

Um das Risiko von ETFs zu reduzieren, sollten Sie Ihr Portfolio ausreichend diversifizieren. Bei WeltSparen erhalten Sie als Anleger Zugang zu global diversifizierten und kostengünstigen ETF-Portfolios. Sie können Ihr Portfolio frei nach Ihrem Risikobedürfnis erstellen und haben sogar die Möglichkeit einen ETF-Sparplan zu erstellen. Ein ETF-Sparplan ist bereits ab einer Sparrate 50 Euro im Monat möglich.

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