01.01.1970

✔ Erklärung: Dividenden-ETFs sind ETFs, die passiv Dividendenindizes abbilden.

✔ Ausschüttung: Die Auszahlung von Dividenden aus ETFs erfolgt meist ein- bis zweimal im Jahr.

✔ Kosten: ETFs werden passiv verwaltet und sind daher kostengünstiger als aktive Fonds.

✔ Sinnvoll: Dividenden-ETFs können in einem breit aufgestellten Portfolio eine sinnvolle Ergänzung sein.

Grundlagen: Was sind Dividenden-ETFs?

Dividenden-ETFs sind ETFs (Exchange Traded Funds), die hauptsächlich Aktien von Unternehmen enthalten, die eine Dividende an ihre Anleger auszahlen. Damit wird eine Strategie verfolgt, die je nach Dividenden-ETF unterschiedlich ist. Die Indexfonds mit Dividenden funktionieren ähnlich wie Dividendenfonds. Früher war es Anlegern nur über Fonds oder Einzelaktien möglich, eine Dividendenstrategie zu verfolgen. Mittlerweile gibt es allein an deutschen Börsen über 70 Dividenden-ETFs.

Exkurs: Was sind ETFs und Dividenden?

Ein ETF ist ein an der Börse gehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines bereits bestehenden Index, beispielsweise des MSCI World, abbildet. Dividenden-ETFs bilden Indizes nach, die insbesondere Aktien von Unternehmen beinhalten, die eine Dividende ausschütten.

Eine Aktiengesellschaft kann Aktionäre, die Anteile am Unternehmen in Form von Aktien halten, am Bilanzgewinn beteiligen und ihnen eine entsprechende Summe Geld auszahlen. Diese Gewinnbeteiligung nennt man Dividende. Folglich setzen Dividenden-ETFs auf Unternehmen, die ihre Aktionäre am Gewinn beteiligen. Sie werden also in keinem Dividenden-ETF beispielsweise Amazon-Aktien finden, denn der große Internetkonzern hat bisher keine Ausschüttungen in Form von Dividenden getätigt.

Varianten: Ausschüttende und thesaurierende Dividenden-ETFs

Dividenden-ETFs gibt es in zwei Arten: ausschüttend und thesaurierend. Ausschüttende ETFs zahlen die Rendite in regelmäßigen Abständen, zum Beispiel jährlich oder halbjährlich, an ihre Anleger aus. Thesaurierende ETFs hingegen nehmen keine Ausschüttungen vor, sondern reinvestieren Kursgewinne und Dividenden. Diese Varianten gibt es bei allen ETFs - darunter Anleihen-ETFs oder auch Aktien-ETFs. Welche Variante für Anleger die richtige ist, hängt von persönlichen Anlagezielen und dem Anlagehorizont ab.

Ausschüttende Dividenden-ETFs können sich beispielsweise für Anleger eignen, die ein zweites Einkommen aufbauen möchten. Thesaurierende Dividenden-ETFs sind vor allem als langfristige Investition geeignet, da Anleger durch den Zinseszinseffekt bei der Reinvestition profitieren und so auf lange Sicht Vermögen aufbauen können.

Was ist eine Dividendenrendite bei ETFs?

Mit der Dividendenrendite werden Aktien bewertet. Sie beschreibt das Verhältnis der Dividende zum Aktienkurs. Zur Berechnung der Dividendenrendite wird die vom Unternehmen gezahlte Rendite durch den aktuellen Aktienkurs geteilt und mit 100 multipliziert. Dabei kann sowohl die zuletzt gezahlte als auch eine angekündigte Dividende herangezogen werden. 

Allerdings ist nicht allein die Dividendenrendite ausschlaggebend dafür, ob ein Dividenden-ETF eine gute Performance zeigt oder nicht. Eine sehr hohe Dividendenrendite kann sogar ein Hinweis darauf sein, dass die Wertentwicklung des Unternehmens stark abfällt. 

Beispiel: Ein Unternehmen würde eine hohe Dividende ausschütten. Nur kurz darauf bräche der Aktienkurs ein. Aufgrund der hohen Dividendenzahlung würde das Ergebnis bei der Berechnung dennoch eine hohe Dividendenrendite des ETFs aufweisen. Ein gutes Zeichen wäre diese Dividendenrendite durch die starke negative Wertentwicklung allerdings nicht. Denn die nächste Dividendenzahlung würde in der Regel niedriger ausfallen. Folglich würde sich dann auch die Dividendenrendite angleichen. Die Rendite bei ETFs mit Dividende kann sich daher als eine Orientierung anbieten. Auffällig hohe Werte kritisch zu hinterfragen könnte allerdings dennoch sinnvoll sein.

Wie sicher sind Dividenden-ETFs?

Dividenden-ETFs sind im Vergleich zu anderen ETFs nicht sicherer oder risikoreicher. Es kommt immer darauf an, ob im ETF eher risikoarme oder riskante Wertpapiere enthalten sind. Allerdings ist die Auswahl an Titeln, die ein Dividenden-ETF enthalten kann, eingeschränkt. Denn ETFs mit Dividenden können lediglich auf Aktien zurückgreifen. Zudem schüttet nicht jedes Unternehmen, das Aktien ausgibt, gleichzeitig auch eine Gewinnbeteiligung an seine Aktionäre aus. Diese eingeschränkte Auswahl kann zu einer verringerten Risikostreuung innerhalb eines Dividenden-ETFs im Vergleich zu anderen ETFs führen.

Ein weiterer Faktor, der berücksichtigt werden sollte ist die Reaktionszeit des ETFs. Sinkt die Wertentwicklung des Index, da die Dividendenzahlungen geringer oder gar ganz ausfallen, wirkt sich dies zeitverzögert auf den ETF aus. Unter Umständen sind Anlegern dann bereits Verluste entstanden. Es kann sich daher lohnen, neben dem Kurs des ETFs parallel auch den abgebildeten Index im Auge zu behalten.

Darüber hinaus sollten Sparer berücksichtigen, dass Dividenden-ETFs dem typischen Risiko eines Investments an der Börse unterliegen. Auch eine Investition in dividendenstarke Aktien oder ETFs ist eine risikobehaftete Geldanlage. Allerdings haben Analysen gezeigt, dass Dividenden-ETFs weniger anfällig für Börsencrashs sind. Sie verloren in der Vergangenheit deutlich weniger an Wert als der Gesamtmarkt.

Wie viel Rendite können Dividenden-ETFs erzielen?

Wie hoch die Rendite ist, die Anleger mit Dividenden-ETFs erzielen können, kann nicht pauschal festgelegt werden. Das ist unter anderem abhängig davon, welche dividendenstarken Aktien im ETF enthalten sind bzw. welcher Dividendenindex abgebildet wird und wie hoch die Kosten der Dividenden-ETFs ausfallen. Zudem kann es entscheidend sein, ob es sich um einen ausschüttenden oder thesaurierenden Indexfonds mit Fokus auf Dividenden handelt. Durch eine regelmäßige Wiederanlage der Dividenden kann der Anlagebetrag stetig wachsen.

Auch mit Raisin Invest können Sie in dividendenstarke ETFs investieren. Der ETF Robo enthält zwar keine reinen Dividenden-ETFs, dafür können Sparer von einem diversifizierten Portfolio profitieren, das aus Aktien- und Anleihen-ETFs zusammengestellt ist. Zusätzlich bietet ein Teil der Unternehmen eine Ausschüttung von Dividenden. In wenigen Schritten können Sie sich mit Raisin Invest also langfristig ein Vermögen aufbauen.

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Erreichen Dividenden-Aristocrats-ETFs die maximale Rendite?

Wer viel Wert auf Solidität setzt, kann seine Dividendenstrategie auf sogenannte Dividenden-Aristocrats ausrichten. Als Aristokraten werden Unternehmen bezeichnet, die ihre Dividenden in den letzten 25 Jahren stetig erhöht haben. Dividenden-Aristocrats sind jedoch hauptsächlich in den USA zu finden. In Deutschland kann bisher lediglich die Fresenius SE mit kontinuierlich steigenden Dividendenzahlungen glänzen.

Hierbei ist jedoch wichtig zu beachten, dass in anderen Ländern unterschiedliche Kriterien gelten, um ein Unternehmen als Aristokrat einzustufen. Asiatische Unternehmen werden bereits nach 7 Jahren steigender Dividendenzahlungen als Aristokrat bezeichnet. Bei Dividenden-Aristocrats-ETFs sollte demnach stets auf die Herkunft der Unternehmen geachtet werden.

Die verschiedenen ETF-Anbieter haben oftmals eine eigene Definition, ab wann ein Unternehmen als Aristokrat gilt. Eine Garantie auf hohe Dividenden gibt es bei diesen ETFs mit Dividenden nicht. Denn jede Geldanlage ist mit einem Risiko verbunden und ein bisher solides Unternehmen kann eine plötzliche negative Wertentwicklung erfahren.

Zudem kann es Dividenden-ETFs geben, die zwar wenig bis keine Aristokraten enthalten, dafür aber höhere Dividenden reinvestieren oder an ihre Anleger ausschütten. Dividenden-Aristocrats-ETFs können eine Basis der persönlichen Dividendenstrategie bilden. Sie bieten sich jedoch vor allem als Ergänzung in einem breit diversifizierten Portfolio an.

Wie oft zahlen ETFs eine Dividende?

Wann ein Dividenden-ETF erzielte Renditen an seine Anleger auszahlt, hängt zum einen vom Zeitpunkt der Dividendenzahlungen der Unternehmen und zum anderen von den Zahlungsintervallen des ETFs selbst ab. In der Regel nehmen Dividenden-ETFs ihre Auszahlung jährlich oder halbjährlich vor. Auch quartalsweise sind Ausschüttungen möglich. Wer sich mit Dividenden-ETFs ein monatliches Einkommen sichern möchte, kann verschiedene Optionen nutzen:

Sie können die Auszahlung, die jedes Quartal an Sie überwiesen wird, beispielsweise auf drei Monate aufteilen. Eine andere Möglichkeit ist, in mindestens drei verschiedene Dividenden-ETFs mit einer Auszahlung pro Quartal zu investieren, deren Dividendenzahlungen in unterschiedlichen Monaten erfolgen. So können Sie das ganze Jahr über mit einer Ausschüttung rechnen und ein monatliches passives Einkommen generieren.

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Vergleich: Dividendenfonds vs. Dividenden-ETFs

Die Unterschiede zwischen Dividendenfonds und Dividenden-ETFs sind dieselben wie zwischen Fonds und ETFs allgemein. Der Hauptunterschied ist, dass Fonds im Vergleich zu ETFs aktiv gemanagt werden. Das bedeutet, dass ein Fondsmanager den Fonds verwaltet und aktiv versucht, eine hohe Rendite zu erzielen, indem Wertpapiere gekauft und verkauft werden. ETFs hingegen agieren passiv und bilden einen bereits bestehenden Index ab, beispielsweise den MSCI World. Dadurch entwickeln sie sich nahezu identisch zur Wertentwicklung des Index. Der Vorteil ist, dass Dividenden-ETFs dadurch wesentlich kosteneffizienter sind als Dividendenfonds. Die erzielte Rendite wird nicht durch hohe Gebühren für ein Fondsmanagement geschmälert. Welche Titel im Dividenden-ETF enthalten sind, ist davon abhängig, welcher Index vom ETF mit Dividenden abgebildet wird. Beim Dividendenfonds wird das von einem Fondsmanager entschieden.

Wann sind Dividenden-ETFs sinnvoll?

Dividenden-ETFs können vor allem als Ergänzung in einem bestehenden Portfolio sinnvoll sein. So kann das Risiko breit gestreut und gleichzeitig die Chance auf Renditen genutzt werden. Thesaurierende Dividenden-ETFs eignen sich insbesondere für den langfristigen Vermögensaufbau, denn durch die Reinvestition profitieren Anleger vom Zinseszinseffekt.

Auch bei Raisin Invest können Sie den Zinseszinseffekt zu Ihrem Vorteil nutzen. Beim ETF Robo haben Sie die Wahl zwischen vier verschiedenen ETF-Portfolios, die global diversifiziert in Aktien und Anleihen investieren. Die ETFs bilden keine reinen Dividendenindizes ab, enthalten jedoch dividendenstarke Aktien. So können Sie von einer positiven Wertentwicklung und Dividendenzahlungen profitieren. Je nach persönlicher Risikobereitschaft können Sie zwischen einer Anleihenquote von 70 Prozent, 50 Prozent, 30 Prozent oder 0 Prozent wählen. Die übrigen Prozentpunkte werden mit Aktien-ETFs aufgefüllt. Je höher der Anteil an Aktien, desto höher ist auch das Risiko. Ihr Vorteil: Bereits ab 50 Euro monatlich können Sie einen ETF-Sparplan einrichten und in dividendenstarke Aktien investieren.

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