Tagesgeldkonto

Der Begriff Tagesgeldkonto bezeichnet variabel verzinste Spareinlagen auf Konten, über die Sparer kurzfristig und vollumfänglich verfügen können. Beim Tagesgeld handelt es sich damit um sogenannte Sichteinlagen.

Im Gegensatz zum Festgeld haben diese keine im Voraus festgelegte Laufzeit und keine für diese Anlagedauer geltende Zinsfixierung.

Verzinsung von Tagesgeldkonten

Der Zinssatz des Tagesgeldkontos orientiert sich zum einen am Kapitalmarktzinsniveau als auch den Leitzinsen der Zentralbanken, nach denen Banken ihre Tagesgeld-Zinssätze täglich neu ausrichten können. Dabei liegt die Rendite von Tagesgeldanlagen üblicherweise über dem Zinssatz, den vergleichbare Sparkonten anbieten.

Tagesgeldkonten im Vergleich zum Girokonto

Anders als bei einem Girokonto sind Tagesgeldkonten nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr vorgesehen und können somit auch nicht überzogen werden. Sie dienen ausschließlich der Geldanlage.

Um ein Tagesgeldkonto nutzen zu können, wird ein Girokonto vorausgesetzt. Hierbei dient das Girokonto als Referenzkonto für sämtliche Buchungen, die das Tagesgeldkonto betreffen. Dadurch ist es Anlegern möglich, Transaktionen zum Beispiel zwischen ihrem Gehaltskonto und dem Tagesgeldkonto durchzuführen.

Einlagensicherung für Tagesgeldkonten

In den Mitgliedsstaaten der EU unterliegen alle privaten Einlagen und damit auch Tagesgeldkonten einer einheitlichen gesetzlichen Einlagensicherung durch den jeweiligen Mitgliedsstaat.

Die Einlagensicherung greift, sofern bei einer Bank durch die Finanzaufsicht Zahlungsunfähigkeit festgestellt wird. Sie sichert Einlagen bis zu einer Gesamthöhe von 100.000 € pro Kunde und Bank.

Einlagen, welche über ein Gemeinschaftskonto (zum Beispiel bei Ehepaaren) laufen, sind bis zu einer Höhe von 200.000 € geschützt. Darüber hinaus sichern einige Banken Einlagen zusätzlich über weitere freiwillige Einlagensicherungen ab.

Damit gehören Tagesgeldkonten zu den sichersten und attraktivsten Geldanlageformen.

Autor: Finanzexperte DrStephan Simon