Interview mit der Creditplus Bank

„Das Wachstum von ZINSPILOT ist atemberaubend und faszinierend“, so Markus Werz von der Creditplus Bank

Eine ereignisreiche Invest 2019 liegt hinter uns: ZINSPILOT sprach anlässlich der vergangenen Messe mit Markus Werz, langjähriger Mitarbeiter der Creditplus Bank mit Sitz in Stuttgart. Seit 2001 ist Herr Werz als Prokurist, Direktor und Abteilungsleiter im Bereich „Treasury“ bei der Creditplus Bank tätig. Im Interview mit Herrn Werz wird deutlich, wie Banken von Zinsportalen profitieren können. 

ZINSPILOT: In welcher Funktion sind Sie bei der Creditplus Bank tätig und was sind die Tätigkeitsfelder der Creditplus Bank?

Markus Werz: Die im Jahr 1960 gegründete Creditplus Bank AG ist eine hoch spezialisierte Konsumentenkreditbank mit Hauptsitz in Stuttgart. Die Bank beschäftigt über 600 Mitarbeiter. Ich leite die Abteilung Treasury, zusammen mit meinem Team bin ich für die Liquiditäts- und Zinsrisikosteuerung verantwortlich und daher steuern wir auch das Einlagengeschäft.

ZINSPILOT: Die Creditplus Bank gehört über die französische Konsumfinanzierungsgruppe CA Consumer Finance zum Crédit Agricole Konzern. Dieser steht neuen Partnerschaften mit jungen, innovativen Unternehmen wie FinTechs aufgeschlossen gegenüber. Sind Ihnen damit Werte wie Offenheit und Innovation auch in Ihrer Unternehmenskultur wichtig? 

Markus Werz: Als Teil dieser Bankengruppe verfolgen wir die identische Strategie – Innovationskraft, Partnerschaft und Kundennähe sind wichtige Werte für uns, daneben ist die Creditplus Bank den genossenschaftlichen Grundsätzen verpflichtet und baut auf Werte wie Solidarität, Demokratie und Gegenseitigkeit.

ZINSPILOT: Wie ist die Creditplus Bank auf Zinspilot aufmerksam geworden? 

Markus Werz: Den ersten Kontakt gab es bereits Mitte 2013, als uns die Idee in einem Telefonat vorgestellt wurde. Wir waren sehr interessiert an dem innovativen Modell und hatte einige Gesprächsrunde mit diversen internen Kollegen.

ZINSPILOT: Herr Werz, die Creditplus Bank war im Dezember 2014 die erste Bank bei Zinspilot. Wie haben sie als Bank der ersten Stunde die Entwicklung von Zinspilot erlebt? 

Markus Werz: Das Wachstum von Zinspilot ist atemberaubend und faszinierend. Es zeigt, dass man mit innovativen Ideen und deren zielgerichteter Umsetzung einiges erreichen kann.

Markus Werz, Abteilungsleiter "Treasury" bei der Creditplus Bank

ZINSPILOT: Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit müssen sich beide Partner gewiss sein, hiervon einen Vorteil zu haben. Was hat die Creditplus Bank vor knapp 5 Jahren von der Kooperation mit Zinspilot überzeugt?

Markus Werz: Als im deutschen Markt noch relativ unbekannte Bank hat uns Zinspilot den Zugang zu bisher unsererseits nicht erschlossenen Teilsegmenten des Einlagenmarktes in Deutschland ermöglicht – dies zu vertretbaren und fairen Kosten.

ZINSPILOT: Was waren aus Ihrer Sicht anfänglich die größten Herausforderungen? 

Markus Werz: Die interne Überzeugungsarbeit bei den anfangs skeptischen Kollegen im gesamten Konzern – die starke Unterstützung der Idee durch unseren damaligen CFO Michael Euler, der inzwischen im Ruhestand ist, hat sehr dabei geholfen.

ZINSPILOT: Wofür werden die Kundengelder verwendet, die die Creditplus Bank über Zinspilot einsammelt?

Markus Werz: Diese Gelder werden direkt wieder an Endkunden in Deutschland als Konsumentenkredite verliehen. Creditplus hat hier große Partnerschaften im deutschen Markt, zum Beispiel mit Suzuki Deutschland, und erreicht seine Kunden auch über 18 Filialen im Bundesgebiet.

ZINSPILOT: So viele Banken es gibt, so unterschiedlich fallen auch die Zinssätze aus. Nach welchen Parametern setzt die Creditplus Bank ihre Zinssätze fest? 

Markus Werz: Man orientiert sich naturgemäß am Wettbewerb insbesondere unter den deutschen Banken, da hier meist die identischen Voraussetzungen bzgl. der Einlagensicherung für den Endkunden gegeben sind. Daneben ist natürlich auch die benötigte Anlagevolumina in diesem Zusammenhang von Bedeutung und das jeweiligen Kundenverhalten in Bezug auf die gewünschten Laufzeiten.

ZINSPILOT: Was sind die größten Projekte und Herausforderungen, die die Creditplus Bank im Jahr 2019 beschäftigen wird? 

Markus Werz: Wie in der Vergangenheit auch setzt die Bank auf nachhaltige Beziehungen zum Handel und möchte die Geschäftsaktivitäten weiter ausweiten. Insgesamt erwarten wir ein zweistelliges Wachstum im Kreditgeschäft, was durch eine entsprechende Entwicklung auf der Kundeneinlagenseite begleitet werden soll. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir in Kürze auch neue Laufzeiten mit interessanten Zinsangeboten ins Programm aufnehmen.

ZINSPILOT: Und abschließend noch eine Frage, die unsere Kunden sehr interessiert: Was glauben Sie, wie sich das Zinsniveau in Deutschland mittelfristig entwickeln wird? 

Markus Werz: Das sehr unruhige, politische Umfeld lässt aktuell nicht unmittelbar steigende Zinsen erwarten. Daher werden sich die Sparer vermutlich noch einen gewissen Zeitraum mit dem aktuellen Zinsniveau arrangieren müssen. Zumindest auf mittlere Sicht sollten die Einlagenzinsen jedoch wieder anziehen.

Wir bedanken uns herzlich für das nette Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute!

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