Rumänien: Aufstrebende Wirtschaftskraft Europas

Die europäische Wirtschaft wächst: Der Außenhandel boomt und die Europäer konsumieren mehr. Die Wirtschaftskraft Europas klettert stark – dabei fällt ein Land besonders auf: Rumänien, was wohl nur wenige wissen. Das osteuropäische Land belegt Spitzenpositionen beim Wirtschaftswachstum in der Europäischen Union und beim Deckungsgrad der Einlagensicherungsfonds in Europa. Erfahren Sie mehr über Rumänien in unserem Blogartikel.

 

 

Wirtschaft im Aufschwung

Europas Wirtschaft wächst und insbesondere Rumänien ragt dabei heraus. Seit 2013 gehören die BIP-Wachstumszahlen von Rumänien zu den höchsten in der EU. Auch in 2016 entwickelte sich die Wirtschaft sehr gut: 2015 lag das Wachstum bei 3,9 Prozent des BIP und ist 2016 um 4,8 Prozent gestiegen – ein Rekordwert seit 2008. Nach bisherigen Schätzungen setzt sich dieser Trend auch in 2017 fort. Die Grafik „Wirtschaftswachstum der EU-Länder“ zeigt für 2017 und 2018 die erwarteten Zuwachsraten beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der EU im Vergleich zum Vorjahr. Deutlich ist die positive Entwicklung Rumäniens: 2017 hat das Wirtschaftswachstum von Rumänien um 4,3 Prozent zugelegt. Für 2018 soll das BIP nach bisherigen Schätzungen sogar um 4,7 Prozent steigen. Zum Vergleich: Deutschland verzeichnet für 2017 ein Plus von 1,6 Prozent und für 2018 werden weitere 1,9 Prozent Wachstum zum Vorjahr prognostiziert. Auch bei den Staatsschulden zeigt sich Rumänien im EU-Ländervergleich solide. 2017 betragen die Gesamtschulden für Rumänien geschätzte 39,3 Prozent des BIP.

Was aber erwähnt werden muss: Auch wenn die Wirtschaftskraft Rumäniens und anderer osteuropäischer Länder stark zunimmt und von Eurostat positive Wachstumsaussichten gesehen werden, schöpft Rumänien angesichts ausstehender Reformen insbesondere bei der Privatisierung der zahlreichen Staatsunternehmen und dem Ausbau der Infrastruktur (Quelle: Auswärtiges Amt) noch nicht sein tatsächliches Wachstumspotenzial aus.

Einlagensicherung: Rumänien hängt mit Deckungsgrad andere EU-Länder ab

Im EU-weiten Vergleich der Einlagensicherungsfonds ist Rumänien Spitzenreiter mit einem Deckungsgrad bzw. Coverage-Ratio von 3,40 Prozent. Damit liegt Rumänien noch vor den verhältnismäßig reichen Anlageländern Norwegen (2,57 Prozent) und Schweden (2,26 Prozent). Zum Vergleich: Deutschland hat zwar den zweitgrößten Einlagensicherungsfonds in Europa, bringt es aber gerade mal auf eine Coverage-Ratio von 0,34 Prozent. Die Zahlen klingen zwar gering, da der Einlagensicherungsfonds eine große Zahl an Spareinlagen schützen soll. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Bankenpleite von mehreren Banken überaus gering − so auch die Einschätzung der Europäischen Bankenaufsicht. 

Einlagensicherung bis 100.000 Euro

Rumänien ist seit 2007 Mitglied der Europäischen Union – daher sind Einlagen bei der Alpha Bank Romania im Rahmen der EU-weit harmonisierten Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Anleger und Bank gesetzlich geschützt. In Rumänien wird die Einlagensicherung über den von der rumänischen Zentralbank genehmigten Bank Deposit Guarantee Fund (FGDB) geregelt. Der FGDB hat bereits in 2016 die anlegerfreundlichen EU-Entschädigungsfristen eingeführt, die in vielen EU-Ländern erst bis 2024 umgesetzt werden. Vom Coverage-Ratio her, also der Größe des Sicherungsfonds relativ zu der der abgesicherten Banken, ist Rumänien innerhalb der EU führend. Anleger werden durch den FGDB in einem Entschädigungsfall zudem automatisch in nur 7 Werktagen entschädigt. Auch als kleinerer Staat innerhalb der EU hat Rumänien also seine Hausaufgaben zum Thema Einlagensicherung gemacht.

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